Kostenlos abonnieren

Werden Sie regelmäßig per E-Mail über neue Ausgaben der campuls informiert. Sie können Ihr kostenloses Abo jederzeit einfach online über den Abmeldelink im Newsletter kündigen.

Weitere Infos zu Datenschutz & Widerrufsrecht finden Sie hier.

Projekt “Moonrise” startet: Innovative IT-Lösungen für die Arbeitswelten der Zukunft

Mit einer Auftaktveranstaltung am Institut für Informationssysteme (iisys) startet an der Hochschule Hof am Mittwoch (15.09.2021) ein großangelegtes Forschungsprojekt. Es beschäftigt sich mit der Entwicklung produktionsnaher IT-Systeme für die Region und will so Einfluss auf Digitalisierungsprozesse in der Arbeitswelt der Zukunft nehmen. Daran beteiligt sind insgesamt 19 Partnerunternehmen, Forschungsreinrichtungen und Netzwerke aus Hochfranken und Südsachsen, unter anderem das IT-Cluster Oberfranken und SüdWestSachsen digital. Das Projektvolumen beträgt knapp 5 Millionen Euro.

Die Zukunft der Arbeit und geeignete technische Lösungen stehen im Mittelpunkt des Projekts “Moonrise”, das nun mit einer Kick-Off-Veranstaltung an der Hochschule startet; Bild: pixabay;

„Angesichts der digitalen Transformation, des demografischen Wandels und sich wandelnder Wirtschaftsstrukturen stehen vor allem kleine und mittlere Unternehmen jenseits der Ballungsräume vor neuen Herausforderungen“, so Prof. Dr. René Peinl, Leiter des Instituts für Informationssysteme (iisys) der Hochschule Hof. Im Rahmen der Fördermaßnahme „REGION.innovativ – Arbeitswelten der Zukunft in strukturschwachen Regionen“ unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung deshalb dabei, Forschung und Entwicklung aus Unternehmen, Universitäten und Hochschulen in zukunftsrelevante Themenfelder zu übertragen und so die Digitalisierung der Arbeitswelt zu fördern.

Das IT-Cluster Oberfranken und SüdWestSachsen Digital sind als Netzwerkpartner am Projekt beteiligt:
Quelle: Hochschule Hof;

Hochschule Hof koordiniert Forschungsverbund

Insgesamt knapp 5 Millionen Euro fließen deshalb nun in das Projekt „Moonrise“ („Mass Customization für die Einführung produktionsnaher IT-Systeme in Unternehmensnetzwerken“), welches an der Hochschule Hof koordiniert wird. „Bis zum Projektende im Juli 2024 möchten wir im Verbund zwischen Wirtschaft und Forschungseinrichtungen neue Instrumente und Modelle der Arbeitsgestaltung erarbeiten und zügig in den beteiligten Unternehmen erproben“, so der Projektleiter.

Prof. Dr. René Peinl, Leiter des Instituts für
Informationssysteme an der Hochschule Hof
(iisys); Bild: Hochschule Hof;

Er nennt Beispiele: „In Modellprojekten sollen beispielsweise digitale Werkzeuge in der Produktion mit Methoden der virtuellen Realität getestet werden. Zudem können Maschinenanlagen so mit moderner Sensorik und Datenschnittstellen zur Datenauswertung ausgestattet werden, dass fortgeschrittene Datenanalysen möglich werden. Das hilft dann, um komplexe Abhängigkeiten zwischen Maschinen, Produktion und Auftragsdaten zu erkennen und entsprechend zu steuern“, so Prof. Dr. Peinl.

Großes Interesse aus Unternehmen

Letztlich solle in einer branchenübergreifenden Zusammenarbeit von produzierenden Unternehmen, IT-Dienstleistern und Unternehmensnetzwerken die Effizienz der digitalen Transformation merklich gesteigert werden:

Die Digitalisierung schreitet global immer schneller voran und wir tun gut daran, uns in der Region nicht abhängen zu lassen.“

Prof. Dr. René Peinl, Projektleiter

Das Interesse am Thema ist groß: Unter den Projektpartnern finden sich Forschungseinrichtungen wie die Technische Universität Chemnitz, lokale Unternehmen und die beiden Netzwerkpartnern IT-Cluster Oberfranken und SüdWestSachsen digital, die zusammen über 140 kleine und mittlere Unternehmen vertreten.

Sicherung des Wirtschaftsstandortes

„Damit möchten wir einen Beitrag zur langfristigen Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandortes und der Region leisten. Durch unseren Ansatz schreiten Unternehmen gemeinsam im Feld der Digitalisierung voran und stärken damit die Region und können in Folge im globalen Wettbewerb besser bestehen, was insbesondere in den strukturschwachen Regionen Hochfranken und Südwestsachsen ein entscheidender Faktor für zukunftssichere Arbeitsplätze darstellt“, so der Institutsleiter abschließend.

Rainer Krauß

Mehr zum Thema