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Absolventin der Hochschule Hof: Kulturpreis Bayern geht an Thea Petschek

Mit Thea Petschek erhielt abermals auch eine Absolventin der Hochschule Hof den Kulturpreis Bayern der Bayernwerk AG. In ihrer Masterarbeit im Studiengang Logistik beschäftigte sie sich mit der Frage, wie sperrige Waren zuverlässig und kosteneffizient transportiert werden können. Die Preisverleihung dazu fand als Hybrid-Format statt. In den Eisbach-Studios in München nahmen 150 Gäste an der Verleihung teil, bei der insgesamt 32 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch Kunstschaffende ausgezeichnet wurden.

Freude bei der Preisverleihung in München: Preisträgerin Thea Petschek mit Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (links) und Egon Leo Westphal (Bayernwerk AG); Bild: Alex Schelbert;

Sperriges gut transportieren

Lastwagen werden üblicherweise von hinten, also heckseitig beladen – deshalb sind die Abmessungen des LKW oftmals ein limitierender Faktor. Insbesondere trifft das auf die Breite der Hecktür zu. Lange und sperrige Güter müssen daher häufig von der Seite beladen werden. Das macht die Logistik komplizierter und teurer. In ihrer Abschlussarbeit zeigt Thea Petschek auf, wie sogenannte „nicht-systemkonforme Sendungen“ in Netzwerken von Speditionen abgewickelt werden können. Dafür stellt sie zunächst relevante wissenschaftliche Positionen vor und vergleicht sie miteinander. Ein von ihr erweitertes Distributionssystem aus der Literatur bildet die Basis für den Praxisteil der Arbeit. Dafür arbeitete sie eng mit dem Transporteinkauf eines großen Unternehmens zusammen. Die 25-Jährige identifizierte die Schwachstellen und Herausforderungen bei der Distribution von Langgutsendungen. In einem Workshop gemeinsam mit verantwortlichen Einkäufern arbeitete die Studentin Maßnahmen aus, um sperrige Produkte besser und unkomplizierter zu distribuieren und transportieren.

Thea Petschek hat für ihre herausragende wissenschaftliche Leistung den Kulturpreis Bayern erhalten. Dazu gehört neben der Bronzestatue ein Preisgeld von 2.000 Euro. Foto: privat;

„Mit diesen Maßnahmenpaketen und den Einzelmaßnahmen unterstützen wir den Transporteinkauf dabei, Langgüter auch in Zukunft zuverlässig und kosteneffizient von A nach B zu transportieren“, erklärt Thea Petschek.

Auch Kunstschaffende ausgezeichnet

Bei der Preisverleihung erhielten in der Sparte Kunst der Musiker Wolfgang Buck, der Bildende Künstler Thomas Demand, das Künstlerpaar Gretel und Erwin Eisch, der Kirchenmusiker Reinhard Kammler und die Schauspielerin Luisa Wöllisch den Kulturpreis Bayern. Den Sonderpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst überreichte Staatsminister Bernd Sibler an den Kabarettisten, Schauspieler und Musiker Hannes Ringlstetter.

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte:

Seit Beginn meines Amtsantritts ist es mir ein Herzensanliegen, Wissenschaft und Kunst im Freistaat sichtbar zu machen, um Kunst- und Wissenschaftstalente in ihrem Schaffen zu unterstützen. Dazu leistet der Kulturpreis Bayern als prominente Bühne einen wertvollen Beitrag.”

Bernd Sibler, Wissenschaftsminister Bayern

Und weiter: „Mit der Auszeichnung wollen wir aber auch unsere grundsätzliche Wertschätzung für die zahlreichen Kunst- und Kulturschaffenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ganz Bayern ausdrücken. Mit ihrer Kreativität, Originalität und ihrem Ideenreichtum machen sie den Freistaat bunter, lebenswerter und erfolgreicher. Dafür mein herzlicher Dank.“

Preis mit Tradition

Den Kulturpreis Bayern verleiht das Bayernwerk zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. In der Sparte Wissenschaft werden die besten Universitäts- und Hochschulabsolventinnen und -absolventen Bayerns geehrt.

Mit der Auszeichnung machen wir ihre Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich und wertschätzen sie.”

Egon Leo Westphal, Vorstandsvorsitzender Bayernwerk AG

Der Kulturpreis Bayern geht auf den Kulturpreis Ostbayern zurück, der erstmals im Jahr 1959 verliehen wurde. In der Sparte Wissenschaft ist er mit je 2.000 Euro dotiert. Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten außerdem den „Gedankenblitz“. Diese Bronzestatue wurde vom Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer geschaffen.

Wissenschaftspreisträgerinnen und -preisträger der bayerischen Hochschulen:
Karthikeyan Chandra Sekaran, Technische Hochschule Ingolstadt
Cornelius Frank, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Marvin Goetze, Technische Hochschule Aschaffenburg
Marius Grad, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Lukas Häfner, Hochschule Coburg
Sarah Haggenmüller, Hochschule Neu-Ulm
Alexander Huber, Hochschule München
Bettina Jonetzko, Hochschule Kempten
Luisa Müller, Hochschule Ansbach
Hinnerk Jannis Müller, Technische Hochschule Nürnberg
Thea Petschek, Hochschule Hof
Enikö Schradi, Hochschule Landshut
Laura Siehler, Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Natalie Stut, Technische Hochschule Rosenheim
Derya Alina Yakaboylu, Hochschule Augsburg
Niklas Zell, Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

Wissenschaftspreisträgerinnen und -preisträger der bayerischen Kunsthochschulen
Daniel Asadi Faezi, Hochschule für Fernsehen und Film München
Maximilian Heimler, Hochschule für Musik Nürnberg
Daniel Huss, Akademie der Bildenden Künste München
Sangyoon Lee, Hochschule für Musik Würzburg
Guoxin Tian, Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
Sophia Maria Urkan, Hochschule für Musik und Theater München

Wissenschaftspreisträgerinnen und -preisträger der bayerischen Universitäten
Dr. Sr. Raphaela Brüggenthies, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Dr. Dorothea Calmels, Universität Passau
Dr. Christina Domene Moreno, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Dr. Sebastian Franz, Universität Augsburg
Dr. Corinna Hartung, Ludwig-Maximilians-Universität München
Dr. Susanne Hellmuth, Universität Bayreuth
Dr. Fabian Mooshammer, Universität Regensburg
Dr. Barbara Reiner, Technische Universität München
Dr. Matthias Schnaubelt, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Dr. Anna Katharina Vogel, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt


Bayernwerk AG

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