Mit rundum positivem Feedback und zahlreichen intensiven Fachgesprächen endete das 6. Hofer Energiesymposium an der Hochschule Hof. Die Veranstaltung, organisiert vom Institut für Wasserstoff- und Energietechnik (iwe) und dem Kompetenznetzwerk Wasser und Energie e.V., bot erneut eine wegweisende Plattform für Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Energieversorgung und Politik.

Ein zentrales Thema des von Prof. Dr.-Ing. Tobias Plessing (iwe) geleiteten Symposiums war die Rolle von Wasserstoff als Schlüsseltechnologie der Energiewende: Die verschiedenen Möglichkeiten seiner Erzeugung und Nutzung standen im Mittelpunkt intensiver Diskussionen. Darüber hinaus informierten die Organisatoren über ein breites Spektrum an energie- und klimatechnischen Themen – von Energieeffizienz in der Industrie über intelligentes Energiemanagement bis hin zu nachhaltiger Kältetechnik und zukunftsfähigen Wärmenetzen.
In ihren Grußworten betonten Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann, Präsident der Hochschule Hof und Angela Bier, zweite Bürgermeisterin der Stadt Hof, die Bedeutung regionaler Kooperation und wissenschaftlicher Innovationen für die Energiewende.



“Molekülwende” erst am Anfang
Die zentrale Keynote hielt anschließend Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner von der OTH Regensburg zum Thema „Wasserstoff und Power-to-X im Hochlauf: Herausforderungen und Lösungen“. Er stellte dabei technische, wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen dar und zeigte praxisnahe Lösungswege für einen beschleunigten Markthochlauf von Wasserstoff und P2X-Technologien auf. Die beschlossenen Klimaziele seien demnach nur durch eine hohe Energieeffizienz, 100% erneuerbaren Strom, die Elektrifizierung aller Sektoren wie Wärme, Verkehr und Industrie sowie die Einbeziehung von Wasserstoff erreichbar:
Die Elektronenwende ist zu 60 Prozent geschafft, bei der Molekülwende allerdings stehen wir erst am Anfang: Die erneuerbaren Energien stellen heute rund 20% unseres Bruttoendenergieverbrauchs von 2800 TWh in Deutschland. Lediglich im Stromsektor haben sie mit knapp 60% einen hohen Anteil, beim Rest sind die Anteile noch viel zu gering. Die Unterstützung der Produktion von grünem Wasserstoff und die Stärkung der industriellen Nachfrage in diesem Bereich sollten im Fokus stehen.“
Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner

Auch alle dafür notwendigen Speichertechnologien seien mittlerweile in Marktreife vorhanden. Insbesondere Wasser- und Gasspeicher sind anderen Speichermedien dabei deutlich überlegen. Insbesondere beim Thema Wasserstoff sei Oberfranken mittlerweile der Leuchtturm Bayerns, so Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner.
Fachliche Vertiefung in drei parallelen Sessions
Nach einer kurzen Pause starteten dann drei parallele Sessions zu den Themen „Thermische Energietechnik“, „Energy‑Sharing‑Communities“ und zur Schlüsseltechnologie „Wärmenetze“. Anschließend wurden in weiteren parallel ablaufenden Sessions die Themen „Gebäudetechnik“, „Intelligentes Energiemanagement“ sowie „Alternative Wasserstofftechnologien“ behandelt. Eine abschließende Runde setzte sich dann noch mit „Digitalisierung in der Energietechnik“, „Energieeffizienz in der Industrie“ sowie „Innovativen Anwendungen in der Kältetechnik“ auseinander.



Austausch in Fach- und Posterausstellung
Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Mittagspause, um die umfangreiche Poster- und Fachausstellung zu besuchen. Zahlreiche Forschungsprojekte und Unternehmenslösungen rund um Energieeffizienz, Wasserstofftechnologien und Energiemanagement luden zu vertiefenden Gesprächen ein.
Prämierung für beste Beiträge
Als Highlight wurden die Preise für herausragende Beiträge verliehen: Der Preis für den besten Posterbeitrag ging an Tobias Roß von der Hochschule Coburg, der Preis für den besten wissenschaftlichen Vortrag wurde an Onno Bremer von der Universität Bayreuth verliehen.



Starker Beitrag für die Region
Das 6. Hofer Energiesymposium fand in Kooperation mit der Technologie Allianz Oberfranken (TAO) statt und war zeitgleich der Abschluss des TAO-Themenjahres „Energiezukunft Oberfranken – regional, innovativ, wirtschaftlich“. Die Veranstaltung leistete einen Beitrag zur Vernetzung und Weiterentwicklung regionaler Energietechnologien. Für das nächste Energiesymposium sind erneut zahlreiche Fachimpulse und neue Innovationsschwerpunkte geplant.









