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Nachgefragt: Was ist das Fediverse und was macht die Wissenschaftskommunikation dort?

In den Jahren 2023 – 2026 gewann das Fediverse an Bedeutung in der Wissenschaftskommunikation. Es handelt sich beim Fediverse um ein dezentrales Netzwerk sozialer Plattformen, die als Alternativen zu algorithmusgetriebenen „big tech“-Angeboten entstanden: Mastodon als Alternative für Twitter/X, Pixelfed als Alternative für Instagram, und so weiter. Insgesamt rund 60 deutsche Hochschulen (Stand Frühjahr 2026) verlagerten Teile ihrer Öffentlichkeitsarbeit dorthin, getrieben von datenschutzrechtlichen Bedenken und politischen Entwicklungen auf der Plattform X, sowie dem Wunsch nach einer respektvolleren Debattenkultur.

Quelle: Hochschule Hof;

Der Wandel begann mit dem Rückzug etablierter Forschungsinstitutionen von zentralisierten sozialen Medien wie X (ehemals Twitter), nachdem dort die Moderationspolitik, Transparenz und Datensicherheit stark kritisiert wurden. Viele Wissenschaftler:innen sahen sich gezwungen, alternative Plattformen zu suchen.

Am 10. Februar 2026 veröffentlichte das Aktionsbündnis Neue Soziale Medieneinen öffentlichen Aufruf, sich von den großen zentralen Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok und YouTube zu lösen und stattdessen dezentrale Alternativen wie Mastodon und PeerTube zu nutzen.

Wie läufts Wissenschaftskommunikation auf Mastodon?

Da Mastodon eine klassische Timeline anbietet und strikt nur Inhalte anzeigt, denen die Nutzer.innen der Plattform auch folgen, ist Reichweite auf Mastodon tendenziell gering, aber spezifisch. Es dominiert eine technikaffine, forschungsnahe Community.  Die Plattform dient zunehmend als Plattform für Fachcommunities, weniger als Massenmedium. Dies ist im Design des „Fediverse“ auch so vorgesehen.

Die Hochschule Hof auf Mastodon

Die Hochschule Hof teilt ihre Forschungsergebnisse seit 2024 auch auf Mastodon.

Auf dem Kanal HomeOfResearch@wisskomm.social gibt es regelmäßige Updates zu Projekten, Erkenntnissen und Events aus der Forschung made in Hof und Münchberg. Es sind ebenfalls einige Hofer Profs hier unterwegs, u.a. Prof. Dr. Florian Adamsky und Prof. Dr. Claus Atzenbeck.

Einstieg ins Fediverse

Für alle Neulinge im Fediverse gibt es gute Einstiegshilfen. https://fedi.tips/ z.B. gibt neben einem Überblick über die Funktion des Fediverses auch detaillierte Anleitungen dazu, wie man Mastodon beitritt, für welche Server man sich entscheiden kann, und wie man einen eigenen Server hostet.

Europäische Souveränität auch bei Sozialen Medien: Aktionsbündnis-Aufruf an Hochschulen – datensicherheit.de


Katrin Müller

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