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Wie sieht die Batterie der Zukunft aus? -Workshop bringt Forschung in die Praxis

Wie lassen sich Batterien leistungsfähiger machen, und welche Speichertechnologien werden künftig gebraucht? Diesen Fragen widmete sich ein Workshop am Bayerischen Zentrum für Batterietechnik (BayBatt) in Bayreuth. Die Veranstaltung fand am 6. Oktober im Rahmen des Projekts EnerTECH+ des Instituts für Wasserstoff- und Energietechnik der Hochschule Hof (iwe) statt. Rund 25 Teilnehmende erhielten Einblicke in aktuelle Forschungsansätze und moderne Batteriespeichertechnologien.

Dr. Stefan Bayer vom iwe der Hochschule Hof eröffnete die Veranstaltung; Bild: Hochschule Hof;

Bei dem kostenfreien Präsenzworkshop in der Weiherstraße standen sechs Fachvorträge und eine Führung durch das Forschungszentrum auf dem Programm. Dr. Stefan Bayer vom iwe der Hochschule Hof eröffnete die Veranstaltung und stellte das Projekt EnerTECH+ vor. Anschließend gab Dr.-Ing. Tilo Held Einblicke in die Arbeit des BayBatt und das Weiterbildungsprojekt „Wissenstransfer & Weiterbildung im Bereich nachhaltiger Batterietechnik“ (WiNBat).

Spannende Fachvorträge

Inhaltlich spannte das Programm einen Bogen von den Grundlagen bis zu modernen Simulationsverfahren und alternativen Speichertechnologien. Christian Planck erläuterte den Aufbau von Lithium-Ionen-Batterien und erklärte, welche Aufgaben die einzelnen Zellkomponenten übernehmen.

Prof. Dr. Conrad Wolf von der Hochschule Coburg stellte digitale Zellzwillinge vor. Dabei handelt es sich um computergestützte Modelle realer Batteriezellen, mit denen sich deren Verhalten unter unterschiedlichen Bedingungen untersuchen lässt. Multiskalen- und Multiphysiksimulationen berücksichtigen dabei verschiedene Größenordnungen und physikalische Prozesse. Solche Modelle können helfen, Batterien besser zu verstehen und ihre Entwicklung gezielter voranzutreiben.

Axel Kahl von der Jena Flow Batteries GmbH widmete sich einer weiteren Technologie: Redox-Flow-Batterien. Bei diesen Speichern wird Energie in flüssigen Elektrolyten gespeichert, die durch eine elektrochemische Zelle gepumpt werden. Das Prinzip eröffnet Möglichkeiten für stationäre Speicher, die beispielsweise erneuerbare Energien aufnehmen und bei Bedarf wieder bereitstellen können.

Forschung erleben, wo sie stattfindet

Nach dem gemeinsamen Mittagessen konnten die Teilnehmenden bei einer Führung das BayBatt und seine Forschungsarbeit näher kennenlernen. Besonders anschaulich wurde es beim Einblick in sogenannte Gloveboxen. In diesen abgeschlossenen Arbeitskammern können Forschende Materialien unter einer kontrollierten Schutzatmosphäre bearbeiten. Das ist beispielsweise bei empfindlichen Batteriematerialien wichtig, die mit Feuchtigkeit oder Sauerstoff reagieren können.

Eine Diskussionsrunde und der anschließende Austausch bei Kaffee rundeten den Workshop ab. Die Verbindung aus Fachvorträgen, Einblicken in die Labore und persönlichen Gesprächen machte aktuelle Forschung greifbar und bot Gelegenheit, unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis zusammenzubringen.

EnerTECH+: Wissen für die Energietechnologien von morgen

Der Workshop steht zugleich für ein übergeordnetes Ziel:

Neue Energietechnologien entfalten ihr Potenzial nur dann, wenn Unternehmen und Fachkräfte die Entwicklungen verstehen und in ihre Arbeit einbeziehen können. Leistungsfähige Energiespeicher sind ein wichtiger Baustein für die Energiewende, etwa um Strom aus Wind- und Solaranlagen zeitlich flexibel nutzbar zu machen. Dafür braucht es nicht nur leistungsfähige Batteriezellen, sondern auch Kenntnisse über Materialien, Simulation, Speicherbetrieb und Batteriemanagement.“

Dr. Stefan Bayer (iwe)

Das Projekt EnerTECH+ unterstützt den Wissenstransfer und den Aufbau fachlicher Kompetenzen rund um Zukunftstechnologien. Weiterbildungsangebote wie der Workshop am BayBatt helfen dabei, technologische Entwicklungen einzuordnen, neue Lösungsansätze kennenzulernen und deren Anwendungsmöglichkeiten für die eigene berufliche Praxis zu erschließen.

Weitere Informationen zum Projekt, zu den Weiterbildungsangeboten und zu kommenden Veranstaltungen gibt es auf der Projektwebseite EnerTECH+ – Wissenstransfer für Zukunftstechnologien.

Dr. Stefan Bayer
Rainer Krauß
Veröffentlichung: 26.10.2026

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