Erfolgreicher Abschluss des Projekts „HyBaBo – Hydrogen Bavaria Bohemia“: Mit der Veranstaltung „Regionale Wasserstoffperspektiven – Ergebnisse und Ausblicke“ an der Ostbayerischen Technische Hochschule Amberg-Weiden fand das böhmisch-bayerische Projekt seinen Höhepunkt. Auch die Hochschule Hof hatte in den letzten Jahren intensiv an Strategien für den Ausbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft mitgewirkt.

Zum Auftakt begrüßten Prof. Dr. Wolfgang Weber, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung, Transfer, sowie Prof. Dr. Raphael Lechner von der OTH Amberg-Weiden die Teilnehmenden und betonten die Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit für den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung des Regionalkonzepts zur Wasserstoffnutzung in Bayern und Böhmen, das im Rahmen des HyBaBo-Projekts erarbeitet wurde. Maximilian Schinhammer vom Institut für Energietechnik und das Projektteam stellten zentrale Ergebnisse vor. Das Konzept analysiert regionale Energiepotenziale, mögliche Szenarien für den Wasserstoffhochlauf sowie rechtliche und strategische Rahmenbedingungen und zeigt konkrete Anwendungsfelder für Wasserstoff in Industrie, Mobilität und Energieversorgung auf.
Wasserstoffbündnis Bayern
Einblicke in die Aktivitäten des Zentrum Wasserstoff.Bayern gab Tim Lixfeld, der das Wasserstoffbündnis Bayern vorstellte und die Rolle der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Forschung und Politik beim Markthochlauf von Wasserstofftechnologien hervorhob.
Speed-Pitch-Session: Praxisprojekte im Fokus
Ein besonderes Format der Veranstaltung war die Speed-Pitch-Session, in der Unternehmen und Organisationen ihre Wasserstoffaktivitäten kurz präsentierten. Beiträge kamen unter anderem von Sebastian Müllner (Bayern Innovativ), Claus Ammon (H2 MOBILITY Deutschland), Martin Sekura (batch2 engineering GmbH), Manfred Bernhardt (MAX STREICHER Anlagentechnik GmbH & Co. KG), Josef Rupprecht (Bayernwerk), Markus Rösch (HiTES Holding GmbH), Sirag Kartun (DELTA Erneuerbare Energien GmbH), Marco Kellner (UBT Future Energy Lab Wunsiedel), Georg Weig (Chemie Cluster Bayern) sowie Bertram Bröse (Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim). Die kurzen Präsentationen zeigten die große Bandbreite regionaler Initiativen und Projekte entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette.



Regionale Initiativen und Forschungsaktivitäten
Weitere Fachbeiträge ergänzten das Programm und gaben Einblicke in aktuelle Initiativen und Strategien rund um Wasserstoff in der Region. Ludwig Friedl von der Energieagentur Regensburg stellte die Wasserstoffaktivitäten in der Region Regensburg/Kelheim vor und zeigte auf, welche Rolle regionale Netzwerke beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft spielen können. Klaus Gruber vom Landkreis Hof präsentierte das Projekt RegioStrat, das sich mit strategischen Ansätzen für die regionale Energie- und Wasserstoffplanung beschäftigt. Über die Aktivitäten der Wasserstoffregion Nordoberpfalz sowie die Arbeit des Bund der Wasserstoffregionen berichteten Matthias Rösch (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) und Lukas Faltenbacher (Landkreis Tirschenreuth). Ergänzend gaben Dr. Stefan Bayer von der Hochschule Hof und Rudolf Höß von der Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden einen Überblick über aktuelle Wasserstoffaktivitäten und Forschungsprojekte an den Hochschulen der Region.
Innovationen für die Energieversorgung von morgen
Den fachlichen Abschluss der Veranstaltung bildete der Vortrag von Dr.-Ing. Christopher Graf-Kick vom Fraunhofer UMSICHT. In seinem Beitrag stellte er innovative Ansätze zur dezentralen Wasserstofferzeugung in Kombination mit Biomasse als nachhaltiger Kohlenstoffquelle vor und zeigte auf, welche Potenziale diese Technologie für eine regionale und nachhaltige Energieversorgung bieten kann.
Wasserstoff als Schlüsseltechnologie der Zukunft
Die Veranstaltung zeigte deutlich, dass Wasserstoff als Energieträger der Zukunft eine wichtige Rolle für die nachhaltige Transformation der Region spielt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der erfolgreiche Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft, Politik und regionalen Akteuren gelingen kann.