Kübra Aslan und Lucas Großmann vom Institut für Kreislaufwirtschaft der Bio:Polymere (ibp) haben die Hochschule Hof zuletzt bei gleich zwei bedeutenden Fachveranstaltungen in Berlin vertreten. Beim 5. Innovationsdialog 2026 sowie dem ZIM Innovationstag Mittelstand 2026 standen der Austausch mit Fachleuten aus Wissenschaft und Industrie sowie die Präsentation des erfolgreich abgeschlossenen Forschungsprojekts BioSlide im Mittelpunkt.

Bild: Hochschule Hof;
Der vom Kunststoff-Institut Lüdenscheid und der ZENIT GmbH organisierte 5. Innovationsdialog brachte Expertinnen und Experten aus Forschung, Wirtschaft und Industrie zusammen. Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen rund um nachhaltige Kunststoffe, biobasierte Werkstoffe und Konzepte der Kreislaufwirtschaft.
Für die beiden Mitarbeitenden des ibp bot die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Netzwerke auszubauen. In vielen Gesprächen wurde deutlich, dass nachhaltige Materiallösungen und ressourcenschonende Produktionsverfahren inzwischen zu den zentralen Zukunftsthemen der Branche gehören.
„Der direkte Austausch mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist immer wieder enorm wertvoll. Er zeigt, welche Herausforderungen die Praxis aktuell bewegen und wo sich neue Ansatzpunkte für gemeinsame Projekte ergeben.“
Lucas Großmann
Beim gemeinsamen Abendprogramm konnten die Gespräche in entspannter Atmosphäre fortgesetzt und erste Ideen für mögliche Kooperationen vertieft werden.
BioSlide stößt auf großes Interesse
Am zweiten Tag präsentierten Kübra Aslan und Lucas Großmann gemeinsam mit dem Projektpartner CPS GmbH auf dem AiF Innovationstag Mittelstand das Projekt BioSlide. Die Entwicklung demonstriert eindrucksvoll, wie biogene Reststoffe als Ausgangsmaterial für leistungsfähige technische Produkte genutzt werden können.
BioSlide ist eine innovative Gleitfläche, die vollständig auf nachwachsenden beziehungsweise biogenen Reststoffen basiert. Damit verbindet das Projekt Nachhaltigkeit mit hoher Funktionalität und eröffnet neue Möglichkeiten für den Einsatz ressourcenschonender Werkstoffe.
Zu den potenziellen Anwendungsfeldern gehören unter anderem der Anlagen- und Maschinenbau, der Ski- und Snowboardsport sowie verschiedene Anwendungen im Wassersport und Bootsbau.
Das Interesse am Messestand war groß. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher informierten sich über die technischen Eigenschaften des Materials und die Möglichkeiten, nachhaltige Werkstoffe künftig in industriellen Anwendungen einzusetzen.
„Die positiven Rückmeldungen haben gezeigt, dass nachhaltige Materialinnovationen längst kein Nischenthema mehr sind. Das Interesse an praxistauglichen Lösungen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft wächst kontinuierlich“.
Kübra Aslan
Wertvolle Impulse für Forschung und Kooperationen
Für das Team des Instituts für Kreislaufwirtschaft der Bio waren die beiden Veranstaltungen weit mehr als eine Gelegenheit zur Präsentation eigener Forschungsergebnisse. Sie boten wertvolle Einblicke in aktuelle Markttrends, technologische Entwicklungen und die Anforderungen potenzieller Anwender.
Gleichzeitig unterstrichen beide Veranstaltungen die zentrale Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und mittelständischen Unternehmen. Gerade im Bereich nachhaltiger Materialien entstehen Innovationen häufig dort, wo wissenschaftliche Expertise und industrielle Praxis eng zusammenarbeiten.