Wenn Sie nach Ihrem Masterabschluss an der Hochschule Hof Ihre akademische Karriere weiter vertiefen und mit einem Doktortitel versehen möchten, stolpern Sie vermutlich früher oder später über den Begriff der “Kooperativen Promotion”.

Wir klären im Folgenden, was genau das eigentlich ist und welche Wege Ihnen speziell an der Hochschule Hof offenstehen.
Der klassische Weg zur Promotion – warum HAWs ihn bisher nicht alleine gehen konnten
Um einen Doktortitel zu erlangen, war bisher in Deutschland in der Regel die Einschreibung an einer Universität erforderlich. Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) wie die Hochschule Hof hatten – trotz ihrer wachsenden Forschungsstärke – kein eigenes Promotionsrecht. Das bedeutete: Wer als wissenschaftliche Mitarbeiterin, als wissenschaftlicher Mitarbeiter oder Absolventin oder Absolvent an einer HAW promovieren wollte, der brauchte immer eine Kooperation mit einer Universität.
Kooperative Promotion – was bedeutet das konkret?
Bei einer kooperativen Promotion wird das Promotionsvorhaben gemeinsam von einer Universität und einer Hochschule für angewandte Wissenschaften betreut. Eine Professorin oder ein Professor der HAW (z. B. der Hochschule Hof) betreut das Thema auf inhaltlicher Ebene, während eine betreuende Person von einer Universität offiziell die Promotionsführung übernimmt. Der Umfang der Betreuung kann dabei je nach individueller Ausgestaltung und Absprache zwischen den Betreuenden variieren.
Promovierende profitieren vom anwendungsorientierten Profil ihrer HAW und zusätzlich von der akademischen Infrastruktur der Universität. Im Idealfall stellt die Betreuung der HAW den Kontakt zu einer geeigneten Person einer Universität über ihr persönliches Netzwerk her. Andernfalls muss für die Suche nach geeigneten Kooperationspartner:innen Zeit eingeplant werden, da nicht jeder Wunschkandidat oder jede Wunschkandidatin geeignet oder verfügbar ist.
News: Die Hochschule Hof auf dem Weg zum eigenen Promotionszentrum
Seit Kurzem gibt es für bestimmte Bereiche eine bedeutende Neuerung: In ausgewählten Themenfeldern ist künftig keine Kooperation mit einer Universität mehr notwendig. Die Hochschule Hof beteiligt sich am Promotionskolleg „REDIG“. Ziel von REDIG ist es, interdisziplinäre Forschungsansätze zu fördern und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Themen Ressourcenmanagement, Wirtschaft & Gesellschaft 4.0 sowie Data Science zu intensivieren. Damit wird es in naher Zukunft möglich sein, Promotionen direkt an der Hochschule Hof durchzuführen – ein großer Schritt für die wissenschaftliche Weiterentwicklung von Forschenden an HAWs.
Wer sich also für eine Promotion interessiert, sollte prüfen:
- Gehört mein Fachgebiet zu den Bereichen mit Promotionsrecht an der HAW?
- Ist mein Thema für eine Promotion im neuen Zentrum geeignet?
- Gibt es schon passende Betreuer:innen an der Hochschule?
Alle Infos zur Beteiligung am Promotionszentrum:
https://campuls.hof-university.de/aktuelles/beteiligung-an-promotionszentrum-eigene-doktorarbeiten-an-der-hochschule-hof-bald-moeglich/
Zwei Wege, ein Ziel
Wer an der Hochschule Hof promovieren möchte, hat also künftig zwei Optionen:
- Kooperative Promotion: Der klassische Weg in Zusammenarbeit mit einer Universität
- Direkte Promotion: Bald möglich im Rahmen des neuen Promotionszentrums
Beide Wege führen zum Doktortitel – und bieten spannende Möglichkeiten, sich forschend mit gesellschaftlich relevanten Fragen auseinanderzusetzen. Wer Interesse hat, sollte frühzeitig das Gespräch mit potenziell Betreuenden suchen und sich über die konkreten Anforderungen informieren.
Hier finden Sie weitere Einblicke und FAQs: https://www.hof-university.de/hochschule/job-und-karriere/akademischer-karriereweg/talent-development/promotionen.html
Sie haben noch Fragen oder Zweifel und wünschen ein persönliches Gespräch? Wenden Sie sich gerne an Jette Petzold: Telefon +49 9281 409 – 3022, Email: jette.petzold@hof-university.de
Für Interessierte gibt es bald auch einen Podcast zum Thema: “Forschernachwuchs: Wie geht eine Promotion?”, er erscheint im Herbst 2025 auf Spotify und YouTube sowie allen gängigen Podcast-Plattformen.



