Mit dem kommenden Wintersemester tritt sie in Kraft: die überarbeitete Studienprüfungsordnung (SPO) für den Masterstudiengang Informatik an der Hochschule Hof. Was auf den ersten Blick nach einem formalen Akt klingt, ist tatsächlich ein grundlegender strategischer Schritt – hin zu einer Ausbildung, die sich konsequent an den Anforderungen einer zunehmend KI-geprägten Arbeitswelt orientiert (campuls-digital berichtete).

„Künstliche Intelligenz wird immer leistungsfähiger und kann mittlerweile auch Programmieraufgaben übernehmen“, erklärt Studiengangleiter Prof. Dr. habil. Thomas Buchmann. Doch statt Informatikerinnen und Informatiker überflüssig zu machen, verschärfe diese Entwicklung vielmehr die Anforderungen:
Gut ausgebildete Fachkräfte werden künftig mehr denn je gebraucht.“
Prof. Dr. habil. Thomas Buchmann
Die Antwort der Hochschule auf diese Entwicklung: ein geschärftes Curriculum. Insbesondere die Bereiche Softwareentwicklung und IT-Sicherheit werden dabei deutlich gestärkt. Ziel ist es, Studierende nicht nur im Umgang mit KI-Tools zu schulen, sondern sie in die Lage zu versetzen, diese Technologien kritisch, sicher und effizient einzusetzen.

Bild: Hochschule Hof;
Fokus statt Vielfalt: Ein bewusster Kurswechsel
Während viele Masterprogramme traditionell ein breites Themenspektrum abdecken, setzt Hof künftig auf gezielte Vertiefung.
Wir konzentrieren uns auf die Kompetenzen, die aktuell und künftig am Arbeitsmarkt besonders gefragt sind.“
Prof. Dr. Andrej Bachmann, Dekan der Fakultät Informatik
Im Zentrum stehen dabei zwei Kernbereiche: Die Softwareentwicklung, sowohl KI-gestützt als auch unter Einsatz formaler Methoden und die IT-Sicherheit, etwa im Bereich Secure Software Development. Ergänzt wird das Angebot durch flexible Wahlmodule, die individuelle Spezialisierungen ermöglichen.
KI als Werkzeug – nicht als Ersatz
Eine zentrale Rolle spielt im neuen Studiengang die Anwendung von KI im Software Engineering. Studierende lernen, wie sie KI-Tools produktiv in Entwicklungsprozesse integrieren können – ohne dabei grundlegende Prinzipien der Informatik aus den Augen zu verlieren. „Es geht nicht darum, sich auf KI zu verlassen, sondern sie sinnvoll einzusetzen“, betont Buchmann. Damit reagiert die Hochschule direkt auf die Veränderungen im Berufsalltag von Entwicklerinnen und Entwicklern.
Praxisnähe als Markenzeichen
Ein entscheidender Vorteil des Standorts Hof liegt in seiner engen Verzahnung mit der Praxis. Studierende profitieren von:
- aktuellen Themen in Praxisprojekten
- Kooperationen mit Unternehmen
- Möglichkeiten für Abschlussarbeiten in der Wirtschaft
- dualen Studienmodellen
Diese Nähe zur Praxis sorgt dafür, dass Inhalte nicht im Hörsaal verharren, sondern unmittelbar angewendet werden.
Das KI-Anwenderzentrum als Trumpf
Ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist das KI-Anwenderzentrum der Hochschule Hof. Hier können Studierende mit unterschiedlichsten KI-Systemen arbeiten – flexibel, praxisnah und forschungsorientiert.
Das verschafft uns enorme Möglichkeiten in der Lehre. Wir können neue Technologien direkt in den Studiengang integrieren und erlebbar machen.“
Prof. Dr. habil. Thomas Buchmann
Beste Aussichten für Absolventinnen und Absolventen
Die Perspektiven für Absolventinnen und Absolventen schätzt die Fakultät als „sehr gut“ ein. Kein Wunder: Wer sowohl fundierte Softwarekompetenz als auch Kenntnisse in IT-Sicherheit und KI-Anwendungen mitbringt, trifft den Nerv eines Arbeitsmarkts im Wandel.
Ein Studiengang im Takt der Zeit
Mit der neuen Studienprüfungsordnung positioniert sich die Hochschule Hof klar: weg vom Generalistenansatz, hin zu einer fokussierten, zukunftsorientierten Ausbildung. Der Master Informatik wird damit nicht nur moderner, sondern auch relevanter – für Studierende wie für die digitale Wirtschaft gleichermaßen.