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“Einhorn mit Sternenstaub!” – Künstliche Intelligenz im Klassenzimmer

Begriffe wie „Einhorn“ oder „Sternenstaub“ hätten noch vor wenigen Jahren kaum als seriöse Überschrift gegolten. Heute stehen sie beispielhaft für sogenannte KI-Prompts und verdeutlichen den rasanten Wandel durch Künstliche Intelligenz. Wie tiefgreifend diese Entwicklung ist, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11be am Walter-Gropius-Gymnasium Selb am 2. Februar 2026.

Prof. Dr. René Peinl am Walter-Gropius-Gymnasium in Selb; Quelle: OStR Stefan Meyer;

Auf Einladung von Oberstudienrat Stefan Meyer war Prof. Dr. René Peinl von der Hochschule Hof zu Gast im Informatikunterricht. Peinl leitet dort das Institut für Informationssysteme (iisys) und ist Forschungsgruppenleiter für multimodale Künstliche Intelligenz. In seinem Vortrag gab er einen fundierten Überblick über den aktuellen Stand der KI-Forschung.

Optimisten und Skeptiker im Vergleich

Zunächst beleuchtete Prof. Peinl das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Er stellte sowohl die Argumente der KI-Optimisten als auch die Bedenken der KI-Skeptiker vor und zeigte auf, wie schnell sich KI-Systeme in den vergangenen Jahren weiterentwickelt haben. Während Chatbots im Jahr 2023 noch an einfachen Rechenaufgaben scheiterten, erzielten sie bereits 2025 Spitzenleistungen, etwa mit dem Gewinn einer Goldmedaille bei der Mathematik-Olympiade.

Verantwortungsvoller Umgang mit KI

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der sinnvollen Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Bildungsbereich. Prof. Peinl riet den Schülerinnen und Schülern, KI nicht als Ersatz für eigenes Denken zu verwenden, sondern als Werkzeug, um Lösungswege besser zu verstehen. Aus dem Universitätsalltag berichtete er, dass ein unsachgemäßer Einsatz der KI erfolgt, weil der Wunsch zu Lernen zunehmend durch den Wunsch nach möglichst stressfreiem Erlangen eines Abschlusses ersetzt werde.

KI selbst ausprobieren

Praxisnah wurde der Vortrag durch den Einsatz hochschuleigener KI-Dienste. Mit bereitgestellten Zugangsdaten konnten die Schülerinnen und Schüler den Chatbot „LISA“ sowie das Bildgenerierungstool „LUIS“ testen. Bei kreativen Aufgaben wie der Gestaltung eines Fantasiewesens entstanden ungewöhnliche Prompt-Formulierungen, wie sie auch die Überschrift des Themas widerspiegeln.

Interesse und Ausblick

Während der gesamten Doppelstunde zeigten die Jugendlichen großes Interesse und Engagement. Zum Abschluss stellte Prof. Peinl eine provokante These in den Raum:

Das Jahr 2026 könnte jenes sein, in dem Künstliche Intelligenz erstmals die durchschnittliche menschliche Intelligenz überholt.”

Prof. Dr. René Peinl


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