Die Hochschule Hof würdigt das langjährige Engagement der Hans Viessmann Technologie Stiftung, die seit vielen Jahren zahlreiche Impulse für Lehre, Forschung und studentische Förderung setzt. Mit erheblichen finanziellen Mitteln stärkt die Stiftung die Weiterentwicklung des Hochschulstandorts und eröffnet neue Möglichkeiten für innovative Projekte.

Die Zahlen sind beeindruckend:
Von 2016 bis 2021 haben wir sechs Jahre lang eine Stiftungsprofessur mit insgesamt 720.000 Euro finanziert. Von 2021 bis 2024 kamen zehn verschiedene Projekte mit in Summe knapp 500.000 Euro hinzu. 2025 haben wir dann drei weitere Projekte mit 110.000 Euro gefördert, sodass sich die reine Projektförderung inzwischen auf rund 600.000 Euro beläuft.”
Rainer Schmidt, Stiftungsgeschäftsführer
Er fügt an: “Hinzu kommen die Preisgelder von jährlich 2.000 Euro, mit denen wir besondere Leistungen von Studierenden bei der Abschlussfeier auszeichnen. Wir werden gerne auch in Zukunft die Hochschule Hof im Rahmen unserer Möglichkeiten tatkräftig unterstützen.“
Aktuell werden drei besonders spannende Vorhaben gefördert, die zeigen, wie breit das Spektrum der Stiftungsarbeit ist:
• MANTA-Phantom:
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines innovativen Trainingsgeräts für die Katheterhandhabung in der Radiologie. Studierende können daran komplexe Eingriffe praxisnah üben, ohne dass für Patientinnen oder Patienten Risiken entstehen. Das Phantom ist vielseitig einsetzbar, beispielsweise in der Urologie, und soll als Open-Source-Lösung weltweit zugänglich gemacht werden. Damit könnte es künftig auch in Schwellen- und Entwicklungsländern einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Ausbildung leisten.
• MycoBio:
Dieses Projekt widmet sich der Entwicklung von Dämmplatten auf Basis von Pilzmyzelien. Die biobasierten Materialien verbinden Nachhaltigkeit mit hoher technischer Leistungsfähigkeit und sollen langfristig herkömmliche Dämmstoffe wie Mineralwolle oder Polystyrol ersetzen können. MycoBio zeigt eindrucksvoll, wie Forschung an der Hochschule Hof Lösungen für den Klimaschutz hervorbringt, die zugleich wirtschaftlich tragfähig sind und den Weg in die Praxis finden können.
• RuPert:
Hier entstehen neuartige textile Rohrsysteme für ein nachhaltiges Regenwassermanagement. Durch die Kombination von Rundvernadelung und Radialflechten werden stabile und zugleich durchlässige Permeationsrohre entwickelt, die aus Naturmaterialien wie Wolle und Weideholz bestehen. Sie orientieren sich am Prinzip der Schwammstadt: Regenwasser wird dezentral gespeichert, versickert und bei Bedarf wieder abgegeben. So lassen sich sowohl Dürrephasen abfedern als auch Hochwasserrisiken mindern – ein innovativer Ansatz, der den Folgen des Klimawandels begegnet.
Die Hans Viessmann Technologie Stiftung wurde mit dem Ziel gegründet, Wissenschaft, Forschung und Bildung zu fördern, insbesondere in den Ingenieurwissenschaften, den angewandten Naturwissenschaften sowie im Bereich der nachhaltigen Technologien. Durch ihre Unterstützung an der Hochschule Hof trägt sie maßgeblich dazu bei, praxisorientierte Lehre und anwendungsnahe Forschung zu stärken und den Studierenden bestmögliche Lern- und Entwicklungsbedingungen zu bieten.
Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann dankte der Stiftung ausdrücklich für ihr über Jahre hinweg segensreiches Wirken:
Die Hans Viessmann Technologie Stiftung ist ein verlässlicher Partner, der die Hochschule Hof in ganz entscheidenden Bereichen stärkt – all dies kommt auch der gesamten Region zugute. Dafür sind wir außerordentlich dankbar.“
Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann, Hochschulpräsident



