Mit drei Führungen beteiligte sich die Hochschule Hof am diesjährigen „Tag des Offenen Denkmals“. Rund 35 interessierte Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die historische Sheddachhalle am Campus Münchberg näher kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen der früheren Textilproduktion zu werfen.

Die Sheddachhalle ist ein markantes Beispiel für europäische Industriearchitektur. Ihre Ursprünge liegen in der Mitte des 19. Jahrhunderts in England, wo die industrielle Revolution neue Anforderungen an die Bauweise stellte. Gefragt waren großflächige Produktionshallen mit möglichst wenigen Zwischenwänden, die Flexibilität boten und durch ihre Dachkonstruktion viel Tageslicht in die Arbeitsräume ließen.
Besonders spannend ist in Münchberg der Kontrast zwischen dem klassizistischen Hauptgebäude und der funktionalen Architektur der Sheddachhalle. Beide stammen aus dem Jahr 1898 und spiegeln eindrucksvoll die Umbruchszeit wider, in der sich die Gesellschaft vom Agrarstaat hin zu einer Industrie- und Bürgergesellschaft entwickelte.“
Lukas Steigerwald, Baurat am Staatlichen Bauamt Bayreuth
Auch die Hochschule Hof sieht in der Sheddachhalle ein wertvolles Stück Industriekultur:
Die Gebäude sind nicht nur architektonisch von Bedeutung, sondern sie erzählen zugleich die Geschichte einer Region, die über Jahrzehnte von der Textilindustrie geprägt war.”
Prof. Dr.-Ing. Michael Rauch, Institut für Materialwissenschaften (ifm)
Und weiter: “Dass wir diese Tradition bewahren und zugleich in die Zukunft führen dürfen, ist für uns ein besonderer Auftrag.“















