Mit dem Promotionszentrum „Ressourceneffizienz und Digitalisierung“ (REDIG) ist in Bayern ein wissenschaftliches Netzwerk entstanden, das den beteiligten Hochschulen für angewandte Wissenschaften neue Möglichkeiten in der Promotion eröffnet. Seit 2026 ist auch die Hochschule Hof offiziell Teil dieses Verbundes gemeinsam mit der OTH Amberg-Weiden und der Hochschule Ansbach. Ziel des Promotionszentrums ist es, interdisziplinäre Forschungsansätze aufzugreifen und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Dimensionen Ressourcenmanagement, Wirtschaft & Gesellschaft 4.0 sowie Data Science zu beleben. Wie lebendig dieses Netzwerk bereits ist, zeigte das erste Jahrestreffen des Promotionszentrums REDIG.

Zahlreiche Promovierende, Professorinnen und Professoren sowie Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulleitungen kamen zusammen, um den wissenschaftlichen Austausch zu stärken, neue Impulse zu entwickeln und die zukünftige Zusammenarbeit weiter auszubauen.
Gemeinsamer Auftakt mit klarer Botschaft
Bereits am Vormittag nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zu ersten Gesprächen und zum persönlichen Kennenlernen. Offiziell eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Präsidenten der drei beteiligten Hochschulen. In ihren Grußworten betonten sie die Bedeutung der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit sowie die Chancen, die sich durch gemeinsame Promotionsmöglichkeiten ergeben.



Auch Ministerialdirigent Dr. Tobias Haaf, Leiter der Abteilung „Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Kunsthochschulen“ im Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, unterstrich die wachsende Bedeutung der Promotionszentren für die bayerische Wissenschaftslandschaft. Gerade die Verbindung unterschiedlicher fachlicher Perspektiven und Standorte schaffe ideale Voraussetzungen für innovative Forschungsvorhaben.
Im Anschluss informierten die Vizepräsidenten Forschung der beteiligten Hochschulen über aktuelle Entwicklungen innerhalb des Promotionszentrums. Dabei wurde deutlich, dass REDIG weit mehr ist als ein organisatorischer Zusammenschluss: Das Netzwerk soll gezielt Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern neue Karrierewege eröffnen und gleichzeitig die angewandte Forschung in Bayern stärken. Bereits bei der offiziellen Aufnahme der Hochschule Hof in das Promotionsnetzwerk war hervorgehoben worden, dass insbesondere die Bereiche Digitalisierung, nachhaltige Wasser- und Energiesysteme sowie Künstliche Intelligenz besondere Stärken des Standorts Hof darstellen.
Wissenschaftlicher Austausch in offener Atmosphäre
Ein besonderer Schwerpunkt des Treffens lag auf der persönlichen Vernetzung. In moderierten Kleingruppen kamen die Teilnehmenden intensiv miteinander ins Gespräch, stellten ihre Forschungsschwerpunkte vor und knüpften neue Kontakte über Fach- und Hochschulgrenzen hinweg. Die offene Atmosphäre förderte den interdisziplinären Austausch und machte deutlich, wie wichtig persönliche Begegnungen für erfolgreiche Forschungskooperationen sind. Auch beim gemeinsamen Mittagessen wurden die Gespräche fortgesetzt, bevor sich alle Beteiligten zu einem Gruppenfoto versammelten.



Science Slam zeigt kreative Forschungsvielfalt
Zu den Höhepunkten des Nachmittags gehörte der Science Slam der Promovierenden. In kurzen und kreativen Präsentationen stellten die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ihre Forschungsthemen vor – unterhaltsam, verständlich und zugleich wissenschaftlich anspruchsvoll. Die Beiträge zeigten eindrucksvoll die thematische Vielfalt innerhalb des Promotionszentrums und machten deutlich, wie praxisnah und innovativ die Forschung in REDIG angelegt ist. Die beste Präsentation wurde anschließend prämiert.






Barcamp und Laborführungen schaffen neue Perspektiven
Ab 14 Uhr teilte sich das Programm in zwei parallele Formate. Während die Professorinnen und Professoren in einem interaktiven Barcamp eigene Themen einbrachten und gemeinsam diskutierten, erhielten die Promovierenden bei einer Besichtigung des Neubaus des Instituts für Wasserstoff- und Energietechnik (iwe) spannende Einblicke in moderne Forschungsinfrastruktur und aktuelle Forschungsprojekte. Im Anschluss wurden die Gruppen getauscht, sodass alle Teilnehmenden sowohl das Barcamp als auch die Führung durch das Forschungs- und Lehrgebäude erleben konnten.






Starkes Netzwerk mit Zukunft
Das erste Jahrestreffen des Promotionszentrums REDIG machte eindrucksvoll deutlich, welches Potenzial in der Zusammenarbeit der drei Hochschulen steckt. Wissenschaftlicher Dialog, persönliche Begegnungen und interdisziplinäre Forschung bilden die Grundlage für die weitere Entwicklung des Netzwerks. Entsprechend positiv fiel das Fazit von Veranstaltern und Beteiligten aus.
Das Jahrestreffen bot eine wertvolle Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Kontakte zu knüpfen und den fachlichen Austausch zu stärken. Die positive Atmosphäre und der intensive Dialog haben die Bedeutung eines starken gemeinsamen Netzwerks erneut unterstrichen. Ich danke allen Mitwirkenden, die mit ihrem großem Engagement zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.”
Prof. Dr. Gerald Schmola, Vizepräsident Forschung, Entwicklung und Entrepreneurship der Hochschule Hof.
“Das erste Jahrestreffen unseres Promotionszentrums REDIG am 13. Mai an der Hochschule Hof war eine ideale Plattform für Informationen, Kontakte, Netzwerke und insgesamt ein großer Erfolg im engen Schulterschluss zwischen der OTH Amberg-Weiden, der Hochschule Ansbach und der Hochschule Hof für die Förderung unseres jungen wissenschaftlichen Nachwuchses. Ein bester Dank geht an die Hochschule Hof als perfekte Gastgeberin unserer Jahrestagung 2026!”
Prof. Dr. Wolfgang Weber, Vizepräsident Forschung, Entwicklung und Transfer der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden
„Das REDIG-Jahrestreffen an der Hochschule Hof war aus meiner Sicht ein voller Erfolg. Der intensive und zugleich äußerst kollegiale Austausch zwischen den beteiligten Hochschulen hat einmal mehr gezeigt, welches Potenzial in unserem gemeinsamen Promotionszentrum steckt. Besonders beeindruckt haben mich die Offenheit der Diskussionen, die hohe wissenschaftliche Qualität der Beiträge und die spürbare Motivation aller Beteiligten, REDIG gemeinsam weiterzuentwickeln. Ein herzliches Dankeschön an die Hochschule Hof für die hervorragende Organisation und die angenehme Atmosphäre.“
Prof. Stefan Weiherer, Vizepräsident Forschung der Hochschule Ansbach
Schon jetzt richtet sich der Blick auf das nächste Jahrestreffen, das im kommenden Jahr an der OTH Amberg-Weiden stattfinden wird.