Kostenlos abonnieren

Werden Sie regelmäßig per E-Mail über neue Ausgaben der campuls informiert. Sie können Ihr kostenloses Abo jederzeit einfach online über den Abmeldelink im Newsletter kündigen.

Weitere Infos zu Datenschutz & Widerrufsrecht finden Sie hier.

Gemeinsame Lehrveranstaltung mit Westböhmischer Universität Pilsen

Covid19 bringt die Hochschule Hof und die Westböhmische Universität Pilsen zusammen. Beide Bildungseinrichtungen bieten von Oktober bis Januar 2022 für ihre Studierenden erstmals eine gemeinsame Lehrveranstaltung an. Im Rahmen eines Marktforschungsprojektes wird in gemischten deutsch-tschechischen Gruppen die Wahrnehmung der Auswirkungen von Maßnahmen gegen Covid-19 auf das Leben im tschechisch-bayerischen Grenzraum untersucht. Auch interkulturelle Kompetenzen stehen dabei auf dem Lehrplan.

Die Westböhmische Universität Pilsen; Quelle: University of West Bohemia;

Der Start in das derzeit beginnende Wintersemester bedeutet für die beiden Hofer Hochschuldozenten Tina Wiegand und Martin Lochmüller ein wenig Durchatmen:  Weit mehr als ein halbes Jahr Vorbereitung für die gemeinsamen Lehreinheiten liegt dann hinter Ihnen: „Das war eine ausgesprochen intensive Phase mit mehreren Projekttreffen mit den tschechischen Professoren, die in Pilsen, Hof und Eger stattfanden – eine Zeit, in der in unzähligen Telefonaten und Mails viele organisatorische und fachliche Fragen zu klären waren“, so Martin Lochmüller, Dozent für Marketing an der Hochschule Hof. Doch die Arbeit war erfolgreich: Erstmals wird die Hochschule Hof Ihren Studierenden aus den Masterstudiengängen „Marketing Management“ sowie „Personal und Arbeit“ eine gemeinsame Lehrveranstaltung mit tschechischen Studierenden der Westböhmischen Universität Pilsen anbieten.

Aktuelles Forschungsthema

Das Thema ist dabei brandaktuell:

Unser Ziel ist herauszufinden, wie die Pandemie das Leben im bayerisch-böhmischen Grenzraum verändert hat.”

Tina Wiegand

In gemischten deutsch-tschechischen Teams werden dabei verschiedene Einzelaspekte untersucht – beispielsweise die Corona-Auswirkungen auf die Digitalisierung, das Personalwesen, Logistikprozesse oder das Marketing. Und ganz nebenbei erwerben die Studierenden interkulturelle Kompetenzen, lernen wie die jeweiligen Nachbarn „ticken“ und wie ihre jeweiligen Einstellungen sind.

v.l.n.r: Simon Steudtel (wiss. Mitarbeiter), RNDr. Jiří Preis, Doc. PaedDr. Jaroslav Dokoupil, , Marcin Czaban (wiss. Mitarbeiter) Tina Wiegand, Martin Lochmüller (beide Dozenten der Hochschule Hof). ; Bild: Hochschule Hof;

Tschechischkurs zur Vorbereitung

„Auch wenn die gemeinsame Sprache in der Lehrveranstaltung Englisch ist, schadet es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht, sich zumindest ein wenig Tschechisch anzueignen“, so der Tipp der beiden Lehrenden. Im Vorfeld des Semesters bietet die Hochschule Hof deshalb für die Beteiligten einen Crashkurs „Tschechisch zum Überleben“ an. Schließlich ist das Kick off-Meeting schon für die erste Woche des Wintersemesters angesetzt. Für drei Tage geht es am 6. Oktober nach Pilsen. Dort lernen sich die Teilnehmer erstmals kennen. Nach der Bildung der Arbeitsgruppen arbeiten sie sich unmittelbar in ihre Aufgabenstellungen ein.

Besuchsprogramm in Pilsen

Natürlich bleibt Zeit nach getaner „Arbeit“ die viertgrößte Stadt der tschechischen Republik kennenzulernen. Der Besuch eines Coworking Centers und der „Plzeňský Prazdroj“ – dort wo das Pilsener Urquell gebraut wird – stehen auf dem erweiterten Programm.

Unternehmensbesuche zwischen Eger und dem Fichtelgebirge

Eine zweite Exkursion Anfang November führt die Studierenden dann vier Tage lang in den Grenzraum zwischen Eger und dem Fichtelgebirge. Auf tschechischer wie deutscher Seite werden mehrere Unternehmen besucht. U.a. ist ein Erfahrungsaustausch mit dem deutschen Marktführer bei E-Bikes, CUBE, und der Firma Leupoldt/PEMA in Weißenstadt, einem Hersteller von Vollkornspezialitäten und Lebkuchen, geplant. Mit einem Workshop im digitalen Gründerzentrum Einstein 1 an der Hochschule endet die Exkursion. Abgeschlossen wird die gemeinsame Lehrveranstaltung dann im Januar 2022 mit einer Plenumsveranstaltung im „Centrum Bavaria Bohemia“ in Schönsee bei Weiden. Dort werden die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Förderung durch Euregio Egrensis

Unterstützt und gefördert wird die gemeinsame Lehrveranstaltung durch die Euregio Egrensis mit Fördermitteln aus dem Programm Ziel ETZ Freistaat Bayern-Tschechische Republik und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.


Martin Lochmüller
Rainer Krauß

Mehr zum Thema