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Digitale Innovation bereichert Richard Wagner Museum: Plattform für Dirigentengalerie

Mit einer digitalen Installation setzt das Richard Wagner Museum Bayreuth neue Impulse in der Vermittlung von Musikgeschichte: Eine Dirigentengalerie würdigt die bisherigen musikalischen Leiter der Wagner-Festspiele. Einen entscheidenden Beitrag dazu leistete die Hochschule Hof: Die Forschungsgruppe „Interaction & Data Driven Design“ von Prof. Michael Zöllner entwickelte Plattform und Hardware für die interaktive Präsentation der Galerie aller Festspiel-Dirigentinnen und -Dirigenten seit 1876.

Mit ihrem Beitrag ermöglicht die Hochschule Hof, dass die umfangreiche Sammlung nicht nur zukunftssicher archiviert, sondern auch innovativ und multimedial erlebbar wird; Bild: Hochschule Hof;

Besucherinnen und Besucher können künftig über vier verschiebbare Displays entlang einer Wand durch einen virtuellen Zeitstrahl der Dirigentinnen und Dirigenten navigieren. Auf den Bildschirmen erscheinen jeweils Portraits, biografische Daten sowie Informationen zu Aufführungen.

Meine Forschungsgruppe hat viel Erfahrung mit der Neuentwicklung von interaktiven Darstellungssystemen, die sich in ihrer Erscheinung an das Ambiente anpassen und somit nicht als kalte Technologie wirken. Dieses Prinzip nennt man Shytech.”

Michael Zöllner, Professor für Interaction Design

Und weiter: „Wir haben das Konzept bereits bei der Ausstellung Maximilian von Welsch im Fürstenbau der Festung Rosenberg Kronach und im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel umgesetzt. Dort kamen schwebende Displays zum Einsatz, die Virtual und Augmented Reality in Form historischer Bilderrahmen vermittelten. Für das Richard Wagner Museum haben wir nun vier interaktive Displays samt Positionierungssystem gestaltet und im Interaction Lab der Hochschule Hof produziert.“

Die Darstellungssoftware für die neue Dirigentengalerie wurde vom Bayreuther Unternehmen Emergo Entertainment entwickelt. So entstand in enger Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur eine zukunftsweisende Installation, die sich nahtlos in die Ausstellungsarchitektur des Museums einfügt.

Die neue Lösung ergänzt die bereits beliebte „Interaktive Partitur“ im Museum. Zudem bietet eine spielerische Anwendung die Möglichkeit, selbst einmal in die Rolle einer Dirigentin oder eines Dirigenten zu schlüpfen und musikalische Ausdrucksformen wie Tempo, Rhythmus und Artikulation auszuprobieren – ein Beispiel dafür, wie Technologie und Kulturvermittlung erfolgreich zusammengedacht werden können.

Unterstützt wurde das Projekt von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, der Oberfrankenstiftung, der Stiftung der Sparkasse Bayreuth und der Bayerischen Sparkassenstiftung.


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