Wasser ist weit mehr als nur ein Durstlöscher. Es ist ein zentraler Baustein für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Zum einen sichert es grundlegende körperliche und kognitive Funktionen, zum anderen schafft es Räume der Erholung und Regeneration. Mit diesem ganzheitlichen Verständnis startet an der Hochschule Hof ein neues Projekt zum bewussteren Umgang mit Trinkwasser. Die Initiative wird gemeinsam mit der AOK Bayern umgesetzt: Die Grüne Oase, das #trinkmehr der AOK Bayern!

Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung von Trinkwasser zu stärken – insbesondere im öffentlichen Raum sowie im Alltag von Studierenden und Mitarbeitenden der Hochschule. Die Hochschule Hof übernimmt dabei eine Vorreiterrolle: Als wissenschaftlicher Standort ist sie eine von zwei öffentlichen Einrichtungen in Bayern, die im Rahmen der Kampagne untersucht werden. Im Zentrum steht die Frage, welche Faktoren die Nutzung und Bereitstellung von Trinkwasser im öffentlichen Raum beeinflussen.
Wie trinken wir eigentlich?
Zum Einstieg analysiert das Projektteam die Nutzung der vorhandenen Trinkwasserstation im Gebäude B der Hochschule. Dabei wird erfasst, wie häufig und von wem dort Wasser entnommen wird – also etwa von Studierenden, Mitarbeitenden oder dem Gebäudemanagement. Gleichzeitig wird untersucht, wie viel Mineralwasser an den nahegelegenen Getränkeautomaten verkauft wird. Hier geht es nicht nur um Mengen, sondern auch um Beweggründe: Warum greifen Menschen lieber zur Flasche statt zum Wasserhahn? Werden Unterschiede hinsichtlich der Gesundheit angenommen? Erste Hinweise liefern Ergebnisse einer bereits durchgeführten Umfrage im Rahmen eines studentischen Projekts. Diese sind unter dem Titel „Wasser zapfen – Umwelt schützen: Trinkkultur als Mitmachprojekt“ nachzulesen.
Kultur, Hygiene, Gewohnheit: Was beeinflusst unser Trinkverhalten?
Im nächsten Schritt folgen vertiefende Befragungen. Sie sollen klären, welche Motive dem individuellen Trinkverhalten zugrunde liegen:
- Bringen Menschen ihre eigenen Wasserflaschen mit?
- Haben sie Vertrauen in die Qualität des Leitungswassers?
- Spielen kulturelle Vorlieben – zum Beispiel für stilles oder sprudelndes Wasser – eine Rolle?
- Gibt es Hygienebedenken oder saisonale Unterschiede?
All diese Aspekte fließen in die Analyse ein.
Von der Datenerhebung zur Vision: Die ideale “Grüne Oase”
Das Projekt beschränkt sich nicht auf die reine Bestandsaufnahme. Vielmehr geht es darum, gemeinsam mit der Hochschulfamilie eine Vision für die Zukunft zu entwickeln: Im kommenden Jahr soll eine neue „Grüne Oase“ auf dem Campus entstehen – ein Ort, der die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer aufgreift, die Gesundheit in den Mittelpunkt stellt und gleichzeitig die Bereitstellung von Trinkwasser neu denkt.
Welche Rahmenbedingungen fördern eine nachhaltige Wasserkultur? Und wie lassen sich die gewonnenen Erkenntnisse auf andere Orte übertragen? Auch das ist Teil der Untersuchung.
Neben der Datenerhebung ist ein zentrales Anliegen des Projekts die Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Informationskampagnen und gezielte Kommunikationsmaßnahmen sollen die Aufmerksamkeit für das Thema steigern.
Langfristig soll ein praxisorientierter Leitfaden entstehen, der zeigt, wie Trinkwasser im öffentlichen Raum besser bereitgestellt – und vor allem stärker wahrgenommen und genutzt – werden kann.





