Antje Glück, Alumnimanagerin der Hochschule Hof, berichtet von einer besonderen Reise nach Indien: Gemeinsam mit Alumni, Studierenden und Unternehmern aus dem Hofer Land erkundete sie im September 2026 die Technologie- und Wirtschaftszentren Bengaluru und Pune, tauchte in die Kultur Südindiens ein und erlebte, wie eng das Netzwerk der Hochschule Hof mit Indien inzwischen verbunden ist.

Bilder: Hochschule Hof;
“Es war eine Premiere: Im September 2026 haben wir erstmals eine Indienreise für Alumni der Hochschule Hof angeboten. Gemeinsam mit Alumni, Studierenden und Unternehmern aus der Region – Teil der Delegation des Hofer Landrates um Dr. Oliver Bär und unseren Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann – wollten wir Indien aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen und die Verbindung zu Hof weiter stärken. Die Reise entstand als Gemeinschaftsprojekt des Bayerischen Indienzentrums (BayInd) und der Hochschule Hof.
Seit 2006 ist die Hochschule Hof in Indien aktiv. Mit der Reise wollten wir dieses gewachsene Netzwerk erlebbar machen und gleichzeitig Barrieren zwischen Menschen und Kulturen abbauen. Unser Ziel war es, ein möglichst breites Bild eines Landes zu vermitteln, in dem Tradition, wirtschaftliche Dynamik und technologische Entwicklung unmittelbar aufeinandertreffen. Entsprechend vielfältig war auch unser Programm: Wir besuchten Großkonzerne wie Infosys ebenso wie junge Start-ups, Technologiezentren und gesellschaftlich relevante Organisationen.

Technologie, Start-ups und gesellschaftlicher Wandel
Ein Schwerpunkt lag auf der digitalen Zukunft Indiens. Bengaluru, früher Bangalore genannt, ist mit mehreren Millionen Einwohnern die Hauptstadt des Bundesstaates Karnataka und gilt als eines der bedeutendsten Technologie- und Start-up-Zentren Asiens. Beim TIA Summit und bei ARTPARK erlebten wir ein dynamisches Ökosystem, in dem innovative Ideen auf engagierte Gründer, Investoren und Kapitalgeber treffen.
Gleichzeitig sahen wir, dass Digitalisierung nicht nur wirtschaftliche Chancen schaffen soll. Bei der EkStep Foundation erfuhren wir, wie digitale Lösungen beispielsweise Landwirten besseren Zugang zu Wissen und Informationen ermöglichen. Im Bengaluru Traffic Management Center konnten wir dann erleben, wie künstliche Intelligenz, Kameras und Daten eingesetzt werden, um die Verkehrsprobleme einer Millionenmetropole zu bewältigen.
Kultur und Zusammenarbeit
Ein ebenso wichtiger Teil der Reise war der persönliche Austausch. Bei einem Kaminabend mit der Vertreterin von Krones Digital Solutions sprachen wir über interkulturelle Zusammenarbeit und unterschiedliche Arbeitsweisen. Dina Weber von der SAPA Bakery gab uns Einblicke in ihren persönlichen Weg als Unternehmerin in Indien und erzählte, wie sie sich dort mit ihrer Bäckerei etabliert hat.
Auch die kulturellen Eindrücke waren vielfältig: Auf dem Blumenmarkt von Bengaluru beeindruckten uns die Farbenpracht und Fülle der Blumen, die dort täglich für Tempel, Feste und den Alltag gehandelt werden. Wir besichtigten den Bhoganandishwara-Tempel, einen der ältesten Tempelkomplexe in der Region rund um Bengaluru, dessen Ursprünge bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen.

In Mysore besuchten wir den prächtigen Mysore-Palast, der zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Südindiens zählt und vor allem für seine Architektur und aufwendige Beleuchtung bekannt ist. Beim abschließenden Kochevent erlebten wir zudem hautnah die Vielfalt und Vorzüge der indischen Küche.

Dass wir dabei so unterschiedliche Perspektiven kennenlernen konnten, verdanken wir auch dem BayInd und dem India Office der Hochschule Hof in Bengaluru. Sie haben zahlreiche Kontakte hergestellt, Besuche organisiert und uns vor Ort begleitet – dafür herzlichen Dank!
Ein Netzwerk über Grenzen hinweg
Ganz besonders genossen wir auch die Treffen mit unseren Alumni in Bengaluru und Pune. Pune ist mit seinen zahlreichen Hochschulen, Forschungszentren und Unternehmen ein wichtiger Bildungs- und Wirtschaftsstandort im Bundesstaat Maharashtra. Wir trafen ehemalige Austausch- und Vollzeitstudierende, die heute wieder in Indien leben. Schnell entstand ein vertrautes Gefühl der Verbundenheit, das weit über die gemeinsame Studienzeit hinausreicht.

Unsere Indienreise war deshalb weit mehr als ein Besuch in einem wichtigen Partnerland. Wir haben ein Land erlebt, in dem technologische Dynamik, wirtschaftliche Chancen, gesellschaftliche Herausforderungen und jahrhundertealte Tradition unmittelbar aufeinandertreffen. Vor allem aber haben wir Menschen getroffen, die unsere Verbindung zu Indien lebendig halten.
Damit wurde sichtbar, was unser Alumni-Netzwerk, das die Reise auch vor Ort immer wieder finanziell unterstützt hat, leisten kann: Die gemeinsame Zeit an der Hochschule schafft Verbindungen, die auch über Ländergrenzen und viele Jahre hinweg bestehen bleiben. Diese Verbindungen möchten wir weiter pflegen – über unser Alumni-Netzwerk, das Raum für Austausch, neue Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten schafft.”