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Vortrag: Neue archäologische Erkenntnisse zur frühen Besiedlung des Hofer Landes

Unter dem Titel „Länderübergreifende Archäologie entlang der Südost-Link-Trasse“ lädt der Nordoberfränkische Verein für Natur-, Geschichts- und Landeskunde e. V. gemeinsam mit Experten aus Bayern, Sachsen und Thüringen am Samstag, 21. Februar 2026 (13 Uhr, Audimax), zu einem spannenden Vortrags- und Diskussionsnachmittag an die Hochschule Hof ein.

Das Grabungsgebiet bei Gumpertsreuth im Landkreis Hof; Bild: Matthias Tschuch;

Im Mittelpunkt stehen die jüngsten archäologischen Entdeckungen im Bereich Gumpertsreuth bei Gattendorf: Dort wurden bei Grabungen im Zuge der Bauarbeiten für die Stromtrasse Südost-Link Überreste einer eisenzeitlichen Siedlung gefunden, die auf eine Besiedlung des Hofer Lands vor rund 2500 Jahren hinweisen – deutlich früher als bislang angenommen.

Die Funde umfassen unter anderem Gruben, Pfostenlöcher ehemaliger Gebäude, Keramikscherben, Mahlsteine und Spuren bäuerlicher Nahrungserzeugung. Archäobotanische Untersuchungen deuten darauf hin, dass Dinkel als Hauptgetreideart genutzt wurde, was neue Einblicke in die Lebensweise der damaligen Bevölkerung eröffnet.

Ziel der Veranstaltung ist, eventuelle überregionale Zusammenhänge darzustellen und damit einen aktuellen Beitrag zur Besiedlungsgeschichte des Vogtlandes zu leisten, sowie auf die Bedeutung der ehrenamtlich Tätigen in diesem Bereich hinzuweisen.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten – Studierende, Forschende, Geschichts- und Archäologiebegeisterte – und bietet Raum für fundierten fachlichen Austausch. Der Eintritt ist frei.

Programm

13 Uhr:
Begrüßung durch den Schirmherren, Landrat Dr. Oliver Bär
Begrüßung durch den Vorsitzenden des Nordoberfränkischen Vereins für Natur- Geschichts- und Landeskunde Herrn Dr. Axel Herrmann

13.15 Uhr:
Ausgewählte archäologische Fundstellen entlang der Weißen Elster am SuedOstLink in Thüringen.
– Dr. Andreas Hummel: Projektvorstellung und zwei neue Fundplätze des Neolithikums und des (Früh-) Mittelalters in Weida und Veitsberg
– Dr. Jörg Wicke: Von Kreisen in Crimla und Kannen in Geißen – Neue eisenzeitliche und mittelalterliche Siedlungen westlich der Weißen Elster
Anschl. Diskussion

14.00 Uhr:
Archäologie entlang der SuedOstLink-Trasse im sächsischen Vogtland
Dr. Harald Stäuble: Neue Erkenntnisse durch die SuedOstLink-Trasse im Vogtland:
Eisenzeitliche Siedlungsspuren und Produktionsplätze ?
Anschl. Diskussion

Die Referenten des ersten Programmteils: Dr. Andreas Hummel (Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie), Dr. Jörg Wicke (rechts oben) und Dr. Harald Stäuble (ehem. Referatsleiter im Landesamt für Archäologie Sachsen); Bilder: privat;

15.15 Uhr:
Kaffeepause – Gespräche im Foyer

15.45 Uhr:
Archäologie entlang der SuedOstLink-Trasse in Bayern:
– Referatsleiter Lineare Projekte Dr. Jürgen Obmann: Bodendenkmalpflege im Kontext von linearen Großprojekten am Beispiel des SüdOstLinks in Bayern

– Daniel Ebrecht M.A., Archäologischer Koordinator im Auftrag von TenneT:
Die Vorbereitenden Archäologischen Arbeiten des SuedOstLinks in Oberfranken – Herausforderungen und Möglichkeiten Linearer Projekte der Energiewende

17.15 Uhr:
– Matthias Tschuch M.A. Grabungsleiter im Abschnitt Gumpertsreuth: „Archäologie entlang der SuedOstLink-Trasse im bayerischen Vogtland – Ausgrabungen bei Gumpertsreuth“
– Philipp Schinkel M.A. Leiter der erweiterten Geophysikalischen Untersuchung im Abschnitt Gumpertsreuth: „Neue Siedlung(en) und alte Gräber – Die Eisenzeit im Bayerischen Vogtland wird zur Forschungsperspektive!“
Anschl. Abschluss-Diskussion




Rainer Krauß

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