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Push für Hochschulkarriere: Doktorandinnen bekommen Zeit für Forschung geschenkt

Wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind an Hochschulen tätig. Sie übernehmen in ihren Fachdisziplinen Aufgaben in Wissenschaft und Lehre. Umso größer war die Freude dann bei Jessica Wittmann, Stephanie Kitzing und Sina Ferfers-Heinold, alle drei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und angehende Kandidatinnen für ein Promotionsstudium an der Hochschule Hof: Sie erfuhren aus erster Hand durch Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann, dass sie im Rahmen der hochschuleigenen Frauenförderung für ihre geplanten Promotionen eine 50%ige Arbeitszeitbefreiung für ein ganzes Jahr erhalten und sich in dieser Zeit ausschließlich ihrer Doktorarbeit widmen können.

v.l.: Prof. Dr. Richard Göbel, Stephanie Kitzing, Prof. Dr. Jörg Krumeich, Jessica Wittmann und Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann – es fehlen Sina Ferfers-Heinold und ihr Betreuer Prof. Dr.-Ing. Dietmar Wolff ; Bild: Hochschule Hof;

„Ich freue mich sehr, das ist ein wichtiger Meilenstein für mich und die anstehende Promotion,“ so Jessica Wittmann zur neuen Zeitplanung ihrer Promotion.

Doktorarbeit und Familie

Eine solche Förderung ist nicht selbstverständlich, denn hierzu bedarf es im Hintergrund auch einer Finanzierung. Die Hochschule Hof verwendet hierfür Finanzmittel, die im Rahmen der Zielvereinbarung mit dem Ministerium speziell für Zwecke der Frauenförderung zugewiesen wurden. Denn strukturierte Promotionsprogramme gelten als erfolgreiche Mittel zur Erhöhung des Frauenanteils in der Wissenschaft. Sie sind gerade für Frauen wichtig, da in die Promotionszeit oft auch die Familiengründung oder -pflege fällt und dann viele Frauen aufgrund der Doppelbelastung die Doktorarbeit nicht weiterverfolgen.

Eine halbe Stelle, ausschließlich für die Promotion, ist großartig! Das sorgt für ein besseres Gleichgewicht zwischen der Promotion und den Forschungsprojekten und auch für eine stabilere Finanzierung.”

Stephanie Kitzing

Wege in die Wissenschaft

Jessica Wittmann arbeitet am Institut für Materialwissenschaften der Hochschule Hof (ifm) und ist dort im Forschungsbereich Oberflächenfunktionalisierung tätig. Sie beschäftigt sich mit antimikrobiellen Beschichtungen für Krankenhausbetten. Betreut wird sie dabei von Prof. Dr. Jörg Krumeich von der Fakultät Ingenieurwissenschaften sowie im universitären Bereich von der TU Chemnitz.

Ihre Kollegin Stephanie Kitzing forscht im Projekt Aktmel an der Verbesserung der Datenbasis für die Verkehrsplanung von Kommunen. Ihr Betreuer an der Hochschule Hof ist Prof. Dr. Richard Göbel vom Institut für Informationssysteme (iisys), universitärer Partner ist die TU Chemnitz.

Ebenfalls im iisys arbeitet Sina Ferfers-Heinold. Sie ist Teil der Forschungsgruppe Innovative Gesundheitsversorgung und forscht an den Auswirkungen von digitaler Lehre: Wie wirkt sie sich auf die Motivation von Studierenden und Lehrenden aus und wie sieht die Lehre der Zukunft aus. Ihr Betreuer ist Prof. Dr.-Ing. Dietmar Wolff, der als Vizepräsident Lehre und Leiter der Forschungsgruppe sehr optimistisch ist, dass von der Promotion nicht nur die Studierenden und Lehrenden der Hochschule Hof, sondern auch die Kooperationspartner profitieren.


Anne Habbel

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