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Hier entsteht die Mobilität von morgen: Grundstein für das Designstudio Selb gelegt

Mit der feierlichen Grundsteinlegung hat das Designstudio Selb einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Neben Ministerpräsident Markus Söder, Landrat Peter Berek, Finanzstaatssekretär Martin Schöffel und Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bildung und Wirtschaft vor Ort – darunter auch die Hochschule Hof, vertreten durch Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Dietmar Wolff. Gemeinsam setzten sie den symbolischen Startpunkt für ein Projekt, das weit über eine klassische Bildungseinrichtung hinausgeht: ein Ort, an dem junge Menschen lernen, ihre Ideen in konkrete Produkte zu übersetzen.

Bild: www.landkreis-wunsiedel.de;

Das Designstudio bereitet auf eine Zukunft vor, in der sich Mobilität grundlegend wandelt. Fahrzeuge werden zu mobilen Energieträgern, und Produktdesign verbindet Technologie, Nachhaltigkeit und Ästhetik – vom Interieur autonom fahrender Shuttles bis hin zur Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum.

Die Berufsfachschule und Fachschule für Produktdesign in Selb bildet bereits seit Jahren erfolgreich Nachwuchskräfte aus, die nicht nur in der Automobilbranche gefragt sind. Auch andere Industriezweige rekrutieren dort regelmäßig Talente für ihre Entwicklungsabteilungen. Mit dem neuen Designstudio erhält diese Ausbildung nun den Raum, den sie verdient.

Architektur zwischen Tradition und Zukunft

Errichtet wird das Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Hutschenreuther Werks B – ein Ort, an dem sich Geschichte und Zukunft verbinden. Geplant ist ein Ensemble aus vier Holzbauten, die sich um einen Innenhof gruppieren. Markante Shed-Dächer greifen die industrielle Vergangenheit des Standorts auf und sorgen zugleich für optimale Lichtverhältnisse in Werkstätten und Studios.

Das Gebäude wird vollständig barrierefrei sein, während eine Photovoltaikanlage den Energiebedarf deckt. Künftig werden hier rund 220 Schülerinnen und Schüler sowie Studierende des Studiengangs „Design und Mobilität“ der Hochschule Hof arbeiten.

Investition in Innovation

Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf rund 27 Millionen Euro. Davon entfallen 22,5 Millionen Euro auf das Gebäude, etwa 500.000 Euro auf die Photovoltaikanlage und rund vier Millionen Euro auf die Außenanlagen. Rund 17,4 Millionen Euro werden über Fördermittel des Freistaats Bayern im Rahmen der Hightech-Agenda finanziert. Der Eigenanteil des Landkreises liegt bei etwa 5,1 Millionen Euro.

Symbolik der Grundsteinlegung

Im Rahmen der Zeremonie betonte Ministerpräsident Markus Söder, dass Zukunftsentwicklung längst nicht mehr nur in Metropolen stattfinde. Das Fichtelgebirge sei eine echte Zukunftsregion. Bereits 2020 hatte er bei einem Besuch in Selb die Förderung des Projekts zugesagt – mit der heutigen Grundsteinlegung wird dieses Versprechen sichtbar eingelöst. In den Grundstein wurden unter anderem eine Ausgabe der Frankenpost vom 18. April 2026, Baupläne des Designstudios, ein Schriftstück der Schule sowie mehrere Münzen eingelegt.

Stimmen zum Projekt

Finanzstaatssekretär Martin Schöffel bezeichnete das Designstudio als bedeutendes Zukunftsprojekt. Nach dem Spatenstich im vergangenen September markiere die Grundsteinlegung einen weiteren wichtigen Schritt. Selb stehe für seine traditionsreiche Porzellanindustrie und zugleich für Innovationskraft. Das neue Designstudio sei ein moderner, zukunftsorientierter Lernort für junge Talente im Automobildesign. Zugleich verwies er auf die zugesagte Sonderförderung des Freistaats sowie die Einrichtung von zwei Professuren für die Studiengänge Mobilität und Design der Hochschule Hof am Standort Selb. Seinen Dank richtete er an alle Beteiligten – insbesondere auch an Landrat Peter Berek als Bauherrn.

Landrat Peter Berek erinnerte an den langen Weg des Projekts: Von der ersten Idee über den Architektenwettbewerb bis zur heutigen Grundsteinlegung habe es viel Beharrlichkeit gebraucht. Genau diese Eigenschaft zeichne die Region aus.

Mit dem Designstudio entstehe ein Freiraum für Macherinnen und Macher – für junge Menschen, die Ideen nicht nur denken, sondern auch praktisch umsetzen. Produktdesign werde dabei bewusst branchenübergreifend verstanden und als Schlüsselkompetenz für die Herausforderungen von morgen gesehen.

Ausblick

Wenn alles planmäßig verläuft, soll das Designstudio im Jahr 2027 bezogen werden.

(red)
Veröffentlichung: 27.04.2026

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