Kostenlos abonnieren

Werden Sie regelmäßig per E-Mail über neue Ausgaben der campuls informiert. Sie können Ihr kostenloses Abo jederzeit einfach online über den Abmeldelink im Newsletter kündigen.

Weitere Infos zu Datenschutz & Widerrufsrecht finden Sie hier.

“Weihnachten ist unsere Hoch-Zeit!”: Wechsel im Team der Hochschulseelsorge

Die Pfarrer Rudolf Koller und Hans-Jürgen Wiedow bildeten seit 2010 miteinander die Hochschulseelsorge. Mittlerweile hat Pfarrer Wiedow Hof verlassen. An seiner Stelle wurde nun Pfarrvikar Sebastian Schiller aus Münchberg mit der Aufgabe an der Hochschule Hof betraut.  Im Gespräch mit Campuls-digital gibt Rudolf Koller, Gemeindepfarrer an der Hospitalkirche in Hof, einen Einblick in die Arbeit der Hochschulseelsorge und wirft einen Blick zurück auf das bisher Erreichte.

Pfarrer Rudolf Koller von der Hospitalkirche in Hof ist seit 2010 Teil der Hochschulseelsorge; Bild: privat;

Herr Pfarrer Koller, Sie bieten zusammen mit Pfarrer Wiedow seit 2010 mit der Hochschulseelsorge ein überkonfessionelles Seelsorgeangebot an beiden Hochschule Hofs. Welche Menschen wenden sich an Sie?

Es kommt immer mal wieder vor, dass Studenten das Gespräch mit uns suchen, weil sie persönliche oder andere Anliegen haben. Aber in unserem Kontakt-Netzwerk zu Studierendenvertretungen, Verwaltung und Dozenten ergeben sich auch viele spontane Gespräche bei Begegnungen. Oft geht es auch um ganz praktische Hilfe: Ausländischen Studierenden, die – gerade in Corona-Zeiten – in eine finanzielle Notlage kamen, konnten wir Geld-Hilfen aus dem ökumenischen Notfonds vermitteln.

Viele Menschen treten hierzulande aus den Kirchen aus, während Kirche und Glaube in Afrika und weiten Teilen Asiens boomen. Der Austritt sagt aber natürlich nicht unbedingt etwas über die religiösen Überzeugungen aus. Wie erleben Sie dies bei den Studierenden? Spielt der Glaube noch eine Rolle?

Glaube spielt immer eine Rolle! Die Frage ist, ob der Glaube ein christliches Antlitz hat! Studierende von der HföD bringen ihre, gerade auch christlichen Traditionen aus ganz Bayern mit und die HföD fördert dieses Brauchtum. Zur Diplomierungsfeier nach 3-jährigem Studium gehört dort seit jeher ein großer Festgottesdienst in St. Konrad vor der Diplomierungsfeier in der Freiheitshalle.

…das gibt es an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften ja nicht…

Nein. An der Hochschule Hof herrscht eine andere Situation – nennen wir sie mal „multikulti“. Umso erfreulicher ist, dass unsere Geschenk-Baum-Aktion seit Einführung 2013 von allen Seiten große Unterstützung gefunden hat und findet. Das gilt auch für Studierende anderer Religionen, ebenso für Dozenten und Verwaltungspersonal.

Welche Unterstützung kann man – zum Beispiel gerade auch im Studium – im Glauben finden?

In drei Worten: Glaube, Liebe, Hoffnung! Der Glaube, dass ein Mensch weitaus mehr ist als seine Leistung. Man kann über den Glauben herausfinden, wo das Herz eines Menschen schlägt. Und für mich ganz essentiell: Wer glaubt, kann sich auf jeden neuen Tag freuen, weil alles einmal gut sein wird!

Immer wieder versuchen Sie auch mit Veranstaltungen Menschen zu erreichen und ins Gespräch zu kommen…

Natürlich. Wir haben im letzten Jahrzehnt Ausstellungen veranstaltet, Vorträge organisiert oder sorgen einfach für ein gemütliches Beisammensein gesorgt. Die Veranstaltungen zu „Kirche, Kunst und Kneipe“ waren vor Corona feste Einrichtungen und werden es hoffentlich bald auch wieder werden. Ich bin dankbar, dass der Übergang von Pfarrer Wiedow zu Pfarrvikar Sebastian Schiller so reibungslos vonstatten ging. Durch meinen neuen Kollegen bekommt die Hochschulseelsorge auch neue Impulse.

Pfarrvikar Sebastian Schiller aus Münchberg übernimmt die Position von Hans-Jürgen Wiedow. Bild: privat;

Weihnachten, das größte Fest der Christenheit, ist nicht mehr weit: Merken Sie das auch in Ihrer Arbeit an der Hochschule?

Das ist auch hier die „Hoch-Zeit“ unserer Arbeit! Die Vorbereitung und Durchführung der Geschenk-Baum-Aktion rollt an, die Kontaktaufnahme zu Studierenden und Verwaltung nimmt Fahrt auf und natürlich will auch die konkrete Veranstaltungsplanung erledigt werden. Wie in der Familie, so bedeutet die Vorbereitung auf das Fest auch in der Hochschulseelsorge zunächst einmal an viele Dinge denken zu müssen. Mit jedem Tag aber wächst dann auch die Vorfreude auf das Fest der Feste.  

Wie kann man Sie erreichen?
Am besten über Hochschulseelsorge-hof@gmx.de oder auch über unsere Social Media Accounts bei Facebook und Instagram. Natürlich kann man auch direkt zum Telefonhörer greifen unter: Tel. 09281 / 706787.

Vielen Dank für das Gespräch und eine gesegnete Adventszeit!


Rainer Krauß

Mehr zum Thema