Yehor Moroz, Masterstudent der Hochschule Hof, hat gemeinsam mit dem internationalen Team FireCat, dem er sich für den Hackathon angeschlossen hatte, den „Alps-Adriatic Innovation Star Award“ gewonnen. Die Jury vergab den Sonderpreis beim EUDIS Defence Hackathon 2026 in Klagenfurt, Österreich, für ein innovatives Konzept zum besseren Schutz von Soldaten vor Drohnenbedrohungen.

Yehor Moroz absolvierte seinen Bachelorabschluss im Maschinenbau an der Hochschule Hof und studiert inzwischen im Master mit Schwerpunkt Simulation. Im Rahmen seines Masterstudiums absolviert Moroz derzeit ein Praktikum am Institut für Wasserstoff- und Energietechnik (IWE) der Hochschule Hof. Am Hackathon nahm er aber unabhängig von seiner Tätigkeit am Institut teil.
Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Bine Oder, Bostjan Marolt, Andraž Z. und Vadym Soroka entwickelte er ein integriertes Schutzkonzept, das mehrere Technologien miteinander verbindet: die multispektrale Tarnlösung „MULCAM“ und das tragbare Überwachungssystem „6th Sense“. Ergänzt wird der Ansatz durch eine mobile Drohnenerkennung, die mithilfe von LiDAR-Technologie die Umgebung in einem 360-Grad-Radius erfasst.
Das Ziel ist es, Soldaten frühzeitig vor herannahenden Drohnen zu warnen. Dafür sollen gerichtete haptische Signale eingesetzt werden – also Warnhinweise, die der Träger durch Vibrationen oder andere Berührungsreize wahrnimmt, ohne dafür auf ein Display schauen oder akustische Signale hören zu müssen. Der Krieg in der Ukraine zeigt, wie stark der zunehmende Einsatz von Drohnen die Bedingungen auf dem modernen Gefechtsfeld verändert. Insbesondere kleine Angriffs- und FPV-Drohnen stellen eine erhebliche Gefahr für Soldaten dar. Umso wichtiger werden technische Lösungen, die solche Bedrohungen frühzeitig erkennen und dadurch zum Schutz von Einsatzkräften beitragen können.
„Die Entwicklungen in der Ukraine zeigen, wie wichtig es geworden ist, Soldaten besser vor Drohnenbedrohungen zu schützen. Ich halte es deshalb für wichtig, an solchen Technologien zu arbeiten. Gerade im Verteidigungs- und Dual-Use-Bereich geht es nicht nur um technische Innovationen, sondern auch darum, Menschenleben zu schützen und Verletzungen zu verhindern“
Yehor Moroz
Drei Tage für neue Ideen
Der EUDIS Defence Hackathon fand vom 15. bis 17. Oktober 2026 unter dem Motto „Autonomy on the Battlefield“ statt. Ein Hackathon ist ein zeitlich begrenzter Wettbewerb, bei dem Teams gemeinsam Lösungen für eine konkrete technische oder gesellschaftliche Herausforderung entwickeln. Innerhalb weniger Tage werden Ideen gesammelt, technische Ansätze geprüft und erste Konzepte ausgearbeitet, die anschließend einer Jury vorgestellt werden.
In Klagenfurt arbeiteten die internationalen Teams an technologischen Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Verteidigungsbereich. FireCat widmete sich dabei der Frage, wie sich Soldaten besser vor neuen Drohnenbedrohungen schützen lassen. Der „Alps-Adriatic Innovation Star Award“ würdigt das Team für seinen Ansatz und das Potenzial seiner Lösung.
Zu Gast auf Verteidigungsmesse
Mit dem Sonderpreis ist auch eine Einladung verbunden, das Projekt auf der internationalen Verteidigungsmesse SIDEC vom 10. bis 12. November 2026 im slowenischen Celje vorzustellen. Auch Yehor Moroz wurde eingeladen, das Team dort zu begleiten. Die Veranstaltung bietet eine Gelegenheit, den entwickelten Ansatz einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren und neue Kontakte in der Verteidigungsindustrie zu knüpfen.
Weitere Informationen: EUDIS Defence Hackathon 2026 und Wirtschaftskammer Kärnten: EUDIS Defence Hackathon in Klagenfurt.