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Hochschule Hof und bfz erleichtern Lehrkräften die akademische Weiterqualifizierung

Mit der feierlichen Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags vertiefen die Hochschule Hof und die bfz gGmbH ihre Zusammenarbeit im Bereich der Berufspädagogik im Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt steht die gezielte akademische Weiterqualifizierung von Lehrkräften an Fach-/Berufsfachschulen und Fachakademien des Gesundheitswesens.  Für geeignete Beschäftigte an den beruflichen Schulen der bfz gGmbH eröffnet die Kooperation einen strukturierten Zugang zum berufsbegleitenden Bachelorstudiengang „Berufspädagogik im Gesundheitswesen“ an der Hochschule Hof.

v.l. Prof. Dr. Matthias Drossel (Dekan Fakultät Gesundheit und Gesellschaft), Michelle Serret (bfz Standortleiterin Hochfranken), Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann, Silke Schreiter-Taubenheim (Leiterin bfz Produktmanagement Fach- und Berufsschulen), Stephanie Helfrecht (bfz Standortleiterin Bayreuth) und Beate Meixner-Müller (bfz Standortleiterin Bamberg); 
 

Eine qualitativ hochwertige Ausbildung in den Gesundheitsberufen braucht hervorragend qualifizierte Lehrkräfte. Die bfz gGmbH wird geeignete Beschäftigte deshalb gezielt über das Studium informieren, sie zur Aufnahme eines Studiums ermutigen und sie von der Bewerbungsphase bis zum erfolgreichen Abschluss unterstützen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vereinbarkeit von Studium, Familie, Hobbys und beruflicher Tätigkeit.

Der berufsbegleitende Bachelorstudiengang „Berufspädagogik im Gesundheitswesen“ richtet sich an Angehörige von Gesundheitsfachberufen und qualifiziert sie für Lehrtätigkeiten an Berufsfachschulen des Gesundheitswesens sowie für Aufgaben in der Fort- und Weiterbildung. Bereits während der beruflichen Ausbildung erworbene Kompetenzen können auf das Studium angerechnet werden. Dadurch ist ein Bachelorabschluss unter den entsprechenden Voraussetzungen bereits nach vier Semestern möglich.

Mit dieser Kooperation gehen wir einen wichtigen Schritt über die klassische Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Praxispartner hinaus. Wir schaffen gemeinsam einen verlässlichen Qualifizierungsweg für Menschen, die bereits über umfangreiche berufliche Erfahrung in den Gesundheitsberufen verfügen und diese künftig auch in die Ausbildung der nächsten Generation einbringen möchten. Gerade angesichts der hohen Anforderungen an die Ausbildung in den Gesundheitsberufen brauchen wir akademisch qualifizierte Lehrkräfte, die Fachlichkeit, pädagogische Kompetenz und Praxiserfahrung miteinander verbinden.“

Prof. Dr. Matthias Drossel, Dekan Fakultät Gesundheit und Gesellschaft

Wissenschaft und Praxis profitieren voneinander

Die Zusammenarbeit ist bewusst langfristig und breiter angelegt. Neben der Qualifizierung von Lehrkräften sieht die Vereinbarung einen kontinuierlichen fachlichen Austausch zur Weiterentwicklung von Studieninhalten vor. Hochschule und bfz wollen zudem gemeinsam praxisnahe Weiterbildungsformate für Lehrkräfte entwickeln und durchführen. Beschäftigte des bfz können unter den vereinbarten Voraussetzungen Lehraufträge an der Hochschule Hof übernehmen und ihre berufliche Expertise unmittelbar in die akademische Lehre einbringen.

„Für uns ist besonders wichtig, dass eine solche Kooperation keine Einbahnstraße ist. Die Hochschule bringt wissenschaftliche und hochschuldidaktische Perspektiven ein, gleichzeitig profitieren wir von der Expertise und den Erfahrungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der täglichen Bildungsarbeit. Der Austausch zwischen Hochschule und Praxis ermöglicht es uns, Qualifizierungsangebote noch näher an den tatsächlichen Anforderungen des Gesundheitswesens auszurichten.“

Silke Schreiter-Taubenheim, Leiterin Produktmanagement Fach-Berufsfachschulen & Fachakademien bei der bfz gGmbH

Auch bei Maßnahmen zur Qualitätssicherung des Studiengangs wollen beide Partner künftig eng zusammenarbeiten. Damit verbindet die Kooperation Personalentwicklung, akademische Qualifizierung, Weiterbildung und die gemeinsame Weiterentwicklung der beruflichen Bildung in den Gesundheitsberufen.

Bild: Hochschule Hof;

Qualifizierte Lehrkräfte sind entscheidend für den Gesundheitsarbeitsmarkt

Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann sieht in der Kooperation einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung qualifizierter Fachkräfte im Gesundheitswesen:

Die Herausforderungen des Gesundheitswesens beginnen nicht erst am Krankenbett, sondern bereits bei der Ausbildung der Menschen, die später Verantwortung für die Gesundheit anderer übernehmen. Wer Lehrkräfte berufsbegleitend akademisch qualifiziert und dabei ihre vorhandene Berufserfahrung einbezieht, stärkt damit zugleich die Qualität der Ausbildung und die Fachkräftebasis des gesamten Gesundheitswesens. Die Zusammenarbeit mit dem bfz verbindet deshalb akademische Bildung unmittelbar mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes und schafft konkrete Entwicklungsperspektiven für berufserfahrene Fachkräfte.“

Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann

Bild: Hochschule Hof;

Mit der Vertragsunterzeichnung setzen Hochschule Hof und die bfz gGmbH mit ihren Schulen ein gemeinsames Zeichen für eine nachhaltige Professionalisierung der Bildungsarbeit im Gesundheitswesen. Zugleich entsteht ein Qualifizierungsweg, der berufliche Erfahrung, wissenschaftliche Bildung und pädagogische Kompetenz miteinander verbindet.

Prof. Dr. Matthias Drossel
Rainer Krauß
Veröffentlichung: 22.10.2026

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