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Nachhaltiges Wassermanagement als Lösungsansatz für eine Schicksalsfrage der Menschheit

Die Fachwelt ist sich einig: Der Bedarf der zunehmenden Weltbevölkerung nach hochqualitativem Wasser wächst ständig und auch die Herausforderungen, die der Klimawandel an die internationale Wasserwirtschaft stellt, werden zusehends komplexer. Zweifellos: Die dauerhafte Verfügbarkeit von Wasser an den unterschiedlichsten Orten der Welt ist eines der großen Zukunftsthemen der Menschheit. Mit einem neuen Masterstudiengang zum nachhaltigen Wassermanagement vermittelt die Hochschule Hof ab dem Wintersemester 2021/22 eine Qualifikation, die in einzigartiger Weise Management- und Technikkompetenzen verknüpft und dabei auch die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung integriert. Studierenden stehen damit international viele Möglichkeiten in einem Wachstumsbereich offen.

Der neue Masterstudiengang Sustainable Water Management and Engineering arbeitet stark interdisziplinär; Bild: istockphoto – metamorworks;

„Sustainable Water Management and Engineering“, so der vollständige Name des neuen Studienangebots, richtet sich ganz konkret an Menschen, die bereits im Besitz einer akademischen Ausbildung sind, sich gleichzeitig aber noch auf der Suche nach einem Betätigungsfeld mit gesellschaftlicher Relevanz und nachhaltigem Sinn befinden:

Nachhaltige Lösungen gegen den Klimawandel

Wir möchten eine ganz neue Generation von Ingenieuren und Führungskräften ausbilden. Systemisches Denken mit multi- und interdisziplinären Fähigkeiten ist die Basis für die Gestaltung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Wasserwirtschaft – einer Branche also, die gerade im Hinblick auf den Klimawandel in den nächsten Jahrzehnten durch komplexe Herausforderungen geprägt sein wird.”

Prof. Dr. Manuela Wimmer, Studiengangsleiterin

Und weiter: „Diese bewältigen zu können und dabei innovative und ökologische Lösungen zu finden, ist das Ziel unserer Lehre“, so Prof. Dr. Manuela Wimmer, Leiterin des in englischer Sprache angebotenen Studienganges. Die derzeitige Kernaufgabe im Bereich Wasser sei es ihr zufolge, bestehende Systeme, Konzepte und Technologien in der öffentlichen und privaten Wasserwirtschaft sowie in der Industrie den laufenden Veränderungen anzupassen oder sogar neu zu entwickeln.

Verknüpfung mit digitalen Lösungen als Alleinstellungsmerkmal

Ganz besonders macht den neuen Kurs an der Hochschule Hof ein starker Schwerpunkt auf dem Bereich der Digitalisierung. Zwar gäbe es national wie international bereits einige interdisziplinäre Studiengänge zum Thema Wassermanagement, unter anderem in den USA, Kanada, Spanien oder Schweden. Dennoch sei das nun in Hof aus der Taufe gehobene Kursprojekt einzigartig: „Ohne den Aspekt der Digitalisierung zu würdigen, wird eine nachhaltige Wasserwirtschaft in Zukunft nur schwer umzusetzen sein. Aus diesem Grunde legen wir einen starken Fokus auf die Frage, wie die anstehenden Herausforderungen durch digitale Technik bewältigt werden können“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Lehmann und Prof. Dr. Manuela Wimmer unisono.

Studiengangsleiterin Prof. Dr. Manuela Wimmer; Bild: privat;

Interdisziplinäre Lehre als Basis

Die angebotene Lehre basiert insgesamt auf einem multi- und interdisziplinärem Konzept: Es verbindet Nachhaltigkeits- und Risikomanagement mit dem Management vorhandener Ressourcen, Zusätzlich werden präzise Kenntnisse über Aufbereitungstechnologien, die Wasserkreislaufwirtschaft und über spezifische Bauwerke der Wasserwirtschaft, wie zum Beispiel Kanalsysteme, vermittelt. Auch das Wissen über Digitalisierungstechniken und gesellschaftliche Belange fließt darin ein. Die Studierenden erwerben auf diese Art vielfältige Analysefähigkeiten, Methodenkenntnisse sowie Lösungs- und Bewertungskompetenzen.

Kooperation mit relevanten Akteuren

Der Kurs kann auf der Basis eines ingenieur- oder wirtschaftswissenschaftlichen Bachelorabschlusses mit Umwelt- und Wasserausrichtung besucht werden. „Auch eine einschlägige Berufserfahrung in der Wasserwirtschaft bereichert natürlich und ist von Vorteil. Eine enge Kooperation mit innovativen Firmen, Behörden und Forschungseinrichtungen findet aber in jedem Falle auch im Studium statt“, so Prof. Dr. Wimmer. Mehr noch: Der neue Studiengang kann auch dual – also parallel zu Praxiseinsätzen in Unternehmen – absolviert werden.

Soziale und ökologische Komponenten

Durch Gruppenprojekte zum Beispiel in Unternehmen sollen Theorie und Praxis miteinander verzahnt werden. „In Forschungsprojekten und Fallstudien sowie natürlich in der Masterarbeit möchten wir immer wieder die entscheidenden Zukunftsfaktoren miteinander kombinieren: Diese sind ökonomische Leistungsfähigkeit, die Beachtung sozialer Belange sowie natürlich die ökologische Verträglichkeit“, so Studiengangsleiterin Prof. Dr. Wimmer.

Wachsende Jobperspektiven

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind für die kommenden AbsolventInnen bereits heute sehr gut: „Das Berufsbild des Nachhaltigkeitsmanagers mit Schwerpunkt Wasser oder des Wasseringenieurs mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung wird schon heute stark nachgefragt – man denke allein an viele innovative Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Planungsbüros oder staatliche Behörden, die hier als Arbeitgeber in Frage kommen. Auch als Projektingenieure, Sachverständige oder Gutachter können unsere Studierenden tätig werden. Klar ist: Mit steigenden Herausforderungen in der Wasserwirtschaft wird die Nachfrage nach multi- und interdisziplinär ausgebildeten Menschen absehbar immer größer“, so die Einschätzung von Prof. Dr. Manuela Wimmer, die selbst als Expertin in vielen Netzwerken der Wasserwirtschaft aktiv und engagiert ist.

Jetzt bewerben!

Der Studiengang „Sustainable Watermanagement and Engineering“ startet im Wintersemester 2021/22 an der Hochschule Hof. Bewerben kann man sich hierfür ab Mai 2021. Weitere Informationen unter: www.hof-university.de/studienangebot

Rainer Krauß

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